Zunehmende Solarwärmenutzung bei Neubauten

Daniel Reissmann 4. Januar 2014 0


Wie ein aktueller Bericht des Bundesverbands Solarwirtschaft (BSW-Solar) auf Basis von Daten des Statistischen Bundesamtes nun aufzeigt, wurden im Jahr 2012 mehr als 36.000 Neubauten mit Solarthermie ausgestattet. Das ist ein neuer Spitzenwert. So wuchs der Anteil von Solarheizungen um ein Drittel im Vergleich zum Jahr 2011. Spitzenplätze belegen vor allem die großen Länder Baden-Württemberg, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen. Dabei punktet Baden-Württemberg mit knapp 7.500 Solarheizungen in Neubauten, Nordrhein-Westfalen mit etwa 6.500 und Niedersachsen mit rund 6.000. Grund für die Spitzenplätze dieser Länder ist allerdings auch, dass durch die hohe Bevölkerung ein höherer Bedarf an Neubauten besteht, als in verhältnismäßig gering besiedelten Bundesländern wie beispielsweise Mecklenburg-Vorpommern.

© il-fede - Fotolia.com

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Massive Spareffekte

Genutzt werden die Solarheizungen vor allem für die Heizungsunterstützung und die Warmwasseraufbereitung. Carsten Körnig, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes Solarwirtschaft sagte dazu: „Weil Heizkosten die Haushaltskasse übermäßig belasten, ist hier der Spareffekt besonders groß. Deswegen setzen immer mehr Bauherren auf Solarwärmeanlagen. Wer Solarwärme und Solarstrom intelligent kombiniert, kann in seinem Eigenheim dauerhaft günstig Wärme und Strom erzeugen.“ Der BSW-Solar geht in seinem Bericht davon aus, dass der Zuwachs an erneuerbaren Energien im Wärmebereich insbesondere auf die aktuelle Gesetzeslage zurück zu führen ist. So ist seit 2009 der Einsatz der Erneuerbaren im Wärmesektor durch das Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz reglementiert. Auch die Nachrüstung von Bestandsgebäuden erfreut sich zunehmender Popularität. Nicht zuletzt auch hier durch staatliche Unterstützung. So können für die Nachrüstung staatliche Zuschüsse und Finanzierungsangebote bei der KFW beantragt werden. Zudem lohnt sich eine Umrüstung rein finanziell auch in der Folgezeit. Wer sein Bestandsgebäude modernisiert und auf eine Kombination aus Solarheizung und Pelletheizung oder Brennwerttechnik umstellt, kann seine Heizkosten um bis zu 70 Prozent reduzieren. Im Bestand ist das Potenzial enorm. Denn momentan heizen noch gut 80 Prozent der Bestände mit veralteter Heiztechnik, dass heißt mittels Gas- oder Heizöl. Teils gar mit Kohle.


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