Zukunft von 1600 Beschäftigten bei Bosch Solar ungewiss

Tim 22. Oktober 2013 0


Vor etwa 7 Monaten fiel bei Bosch die Entscheidung aus dem Solargeschäft auszusteigen. Für die rund 1600 Beschäftigten bei Bosch Solar in Arnstedt ist deren zukünftige Beschäftigungssituation damit weitestgehend ungewiss. Am heutigen Dienstag findet eine Betriebsversammlung statt, bei der viele offene Fragen geklärt werden sollen. Auch Thüringens Wirtschaftsminister Matthias Machnig wird erwartet.

© il-fede - Fotolia.com

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Dass sich die Solarbranche seit Jahren in der Krise befindet, ist kein Geheimnis. Nach anfänglichem Boom mussten bereits zahlreiche Firmen aus dem Geschäft aussteigen oder Insolvenz anmelden. Etwa 7 Monate ist es her, dass sich auch Bosch dazu entschied aus dem Solargeschäft auszusteigen. Anfang 2011 soll die Produktion im Bosch Solar Werk in Arnstedt, wo derzeit Solarmodule und Solarzellen hergestellt werden, eingestellt werden. Für die rund 1600 Beschäftigten des Werks ist deren Zukunft daher noch immer ungewiss.

An diesem Dienstag sollen im Rahmen einer Betriebsversammlung zahlreiche offene Fragen geklärt werden. Der Bosch Solar Betriebsrat hatte im Vorfeld mehr Transparenz von dem Konzern gefordert und verlangt in die Gespräche mit möglichen Investoren in die Solar-Sparte des Konzerns eingebunden zu werden. Angeblich gibt es derzeit zwei mögliche Interessenten für einen Kauf von Bosch Solar, was zumindest einen großen Teil der Arbeitsplätze sichern dürfte. Der Bosch Betriebsrat setzt sich für eine Sicherung sämtlicher 1600 Arbeitsplätze ein und fordert, dass zumindest 600 Mitarbeiter in anderen Bosch-Fertigungen übernommen werden.

Die Betriebsversammlung am heutigen Dienstag soll Klarheit bringen. Auch Thüringens Wirtschaftsminister Matthias Machnig (SPD) wird zu der Versammlung erwartet. Dieser hatte bereits bestätigt, dass Gespräche mit mehreren Interessenten geführt werden und es gilt einen Großteil der Arbeitsplätze zu erhalten.


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