Wissenswertes von der 2. VDI-Fachkonferenz

Sandra 17. September 2012 0


Das hauptsächliche Thema der 2. VDI-Fachkonferenz waren Speichertechniken, die im Bereich erneuerbare Energie zum Einsatz kommen können. Der beim Bundesministerium für Umwelt tätige Alexander Folz machte das Problem deutlich. Der weitere Ausbau der Nutzung erneuerbarer Energien könnte zumindest zeitweise in Deutschland dafür sorgen, dass es Überkapazitäten gibt. Zu anderen Zeiten könnte nach einem Ausstieg aus der Energieproduktion mit Kohle, Gas, Erdöl und Kernkraft ein Mangel an Energie herrschen. Und genau dort muss für einen Ausgleich durch effiziente Möglichkeiten der Speicherung gesorgt werden.

Erste interessante Ansätze für Techniken zum Speichern von Strom aus Windkraft, Wasserkraft und Solarkraftwerken gibt es bereits. Sie wurden auf der Fachkonferenz von einem Spezialisten der Audi AG vorgestellt. Sie nennt sich bezeichnend „Power to Gas“ und bringt eine Leistung von sechs Megawatt mit. Bereits im Jahr 2013 soll sie ans Netz gehen. Das Prinzip ist einfach wie genial. Aus Wasser, dem überschüssigen Strom aus Wasserkraft, Windkraft und Solarkraftwerken sowie Kohlendioxid wird dort Methan produziert. Das kann wahlweise in das öffentliche Gasnetz eingespeist oder gelagert werden, um in Zeiten fehlender Bedarfsdeckung bei Spitzenlasten daraus wieder Strom gewinnen zu können.

Einen ähnlichen Weg bei der Nutzung der Überschüsse für erneuerbare Energie geht die Enertrag AG. Sie zählt zu den wichtigsten Betreibern von Windparks und betreibt seit einiger Zeit ein Hybridkraftwerk. Dazu gehört ein Blockheizwerk, das sowohl Wärme als auch Strom produzieren kann. Anderseits wird dort Wasserstoff hergestellt, der seinerseits als alternativer Kraftstoff in Fahrzeugen zum Einsatz kommen kann. Beide Varianten beheben ein Manko, das derzeit darin besteht, dass Strom aus erneuerbaren Energien bisher nur ganz kurzfristig gespeichert werden kann.