Windparkdebakel in der Nordsee

admin 4. August 2013 0


Als erster Windpark in der Nordsee wurde der Offshore-Windpark „Riffgat“ vor kurzem fertiggestellt. Der Windpark verfügt über 30 Windkraftanlagen mit einer Leistung von rund 108 Megawatt. Ans Netz kann der Park aber vermutlich erst 2014 gehen, da für einen Netzanschluss noch rund 15 Kilometer Seekabel verlegt werden müssen.

In nur 14 Monaten hat es der Energieversorger EWE geschafft den ersten Offshore-Windpark in der Nordsee fertigzustellen. Ein Mammutprojekt, das es mit seinen insgesamt 30 Windkraftanlagen auf eine Leistung von 108 Megawatt bringt. Strom liefern könnte der Offshore-Windpark bereits, gäbe es da nicht noch das Problem des Netzanschlusses.

So hat es der Netzbetreiber Tennet versäumt den Netzanschluss rechtzeitig zur Fertigstellung des Windparks „Riffgat“ zu vervollständigen. Insgesamt sind erst 35 der rund 50 notwendigen Kilometer Seekabel verlegt. Grund für die Verzögerung ist die Kriegsmunition, die im Bereich des Offshore-Windparks auf dem Grund des Meeres liegt. Tennet war diese Problematik zwar bekannt, hat jedoch offenbar die Menge der Munition auf dem Meeresgrund unterschätzt. So sagte eine Sprecherin: „Uns war zwar bekannt, dass dort Munition liegt, aber die Menge war größer, als wir laut Studien erwarten konnten.“ Mit einer Fertigstellung des Netzanschlusses ist nun erst im Februar 2014 zu rechnen.

Für den Betreiber EWE bedeutet die Zeit, in der der Windpark ungenutzt bleibt und keinen Strom liefern kann, einen herben Verlust. Auch auf Tennet dürften infolge der Versäumnisse hohe Entschädigungen zukommen. Nicht zuletzt werden allerdings auch die Verbraucher für den ungenutzten Windpark blechen müssen, denn im Rahmen der Offshore-Umlage können die anfallenden Kosten auf die Verbraucher umgelegt werden. Die Offshore Windkraft nimmt eine bedeutende Rolle in der deutschen Energiewende ein.