Welche Arten von Kleinwindkraftanlagen gibt es?

admin 26. Juni 2012 0


Zuerst einmal ist als Kritik anzumerken, dass es für Kleinwindkraftanlagen noch keine einheitlichen Standards bezüglich der Qualität und auch nicht zur Berechnung der möglichen Rentabilität gibt. Es bleibt also jedem, der erneuerbare Energie auf diese Weise nutzen möchte, selbst überlassen, welchem Anbieter er vertraut und wo er Vorsicht walten lässt.

Doch mit der Technik der Kleinwindkraftanlagen sollte man sich etwas intensiver beschäftigen. Der Fachmann unterscheidet zwei verschiedene Arten von Anlagen, wobei die Differenzierung nach der Lage der Rotorblätter vorgenommen wird. Daraus ergeben sich die Bezeichnungen vertikale und horizontale Kleinwindkraftanlagen.

 

Der Vorteil der vertikalen Windkraftanlage liegt darin, dass sie sowohl schwache als auch starke Winde nutzen können. Ein zweites Plus bringen sie dadurch mit, dass sie in vielen verschiedenen Größen verfügbar sind. Sie weisen eine geringe Geräuschemission auf und lassen sich auch auf Gebäuden montieren. Ihre Nachteile bestehen in einem hohen Wartungsaufwand und einem (noch) niedrigen Wirkungsgrad. Die Technik zur Stromgewinnung befindet sich nicht wie bei den gewerblich betrieben großen Pendants auf Höhe des Lagers der Rotorblätter, sondern am Boden.

 

Horizontale Windkraftanlagen bieten gleichfalls eine geringe Geräuschemission. Sie können selbst niedrige Windgeschwindigkeiten als erneuerbare Energie zur Stromerzeugung nutzen. Der Wartungsaufwand ist im Vergleich zu den vertikalen Modellen geringer. Einer ihrer Nachteile besteht darin, dass sie dem Wind nachgeführt werden müssen, was den Betreueraufwand deutlich erhöht.

 

Grundsätzlich sind Kleinwindkraftanlagen eine sinnvolle Ergänzung zur Solaranlage. Die Solaranlage erbringt im Sommerhalbjahr die höchsten Leistungen, während die Windkraftanlagen dies im Winterhalbjahr tun. So kann man sich eine gewisse durchgängige Unabhängigkeit von den Preisentwicklungen für den Strombezug verschaffen.