Was muss man rund um Biomasse wissen?

admin 23. Juni 2012 0


Ein ständig weiter steigender Anteil von erneuerbaren Energien wird aus Biomasse gewonnen. Doch was versteht man eigentlich darunter? Bei der Definition ist zwischen der ökologischen und der energietechnischen Aussage zu unterscheiden. Der ökologische Begriff Biomasse ist sehr weit gefasst und ständigen Änderungen unterworfen. Im energietechnischen Sinn versteht man unter Biomasse alle Stoffe biologischer Herkunft, aus denen Energie gewonnen werden kann.

Unterschieden wird die Biomasse im Allgemeinen nach drei verschiedenen Kriterien. Sie umfassen den Wassergehalt, die Herkunft du die Lebendigkeit. Daraus ergeben sich die Ableitungen Trockenbiomasse, Frischbiomasse, lebende und tote Biomasse sowie Zoomasse, Phytomasse und mikrobielle Biomasse. Die Hauptbestandteile von Biomasse sind Proteine, Kohlehydrate sowie Fette.

 

Biomasse fällt in der Landwirtschaft sowohl bei der Tierproduktion als auch bei der Getreideproduktion an. Man schätzt, dass pro Jahr mehr als vierzig Tonnen Biomasse pro Hektar landwirtschaftlicher Nutzfläche zusammen kommen. Um eine ungefähre Vorstellung von der energiewirtschaftlichen Bedeutung zu bekommen, muss man wissen, dass eine ausgewachsene Buche beispielsweise etwa sechs Tonnen an Kohlenstoff enthält. Daraus lässt sich eine Energiemenge erzeugen, bei der man bei der Verbrennung von Erdöl etwa 6.000 Liter aufwenden müsste.

 

Die Gewinnung erneuerbarer Energien aus Biomasse wird oft auch kurz als „Nawaros“ bezeichnet. Das Kürzel gibt Auskunft darüber, dass es sich um nachwachsende Rohstoffe handelt. Die Hauptverwendung der Biomasse besteht in der Umwandlung in Biokraftstoffe, wie sie zum Beispiel mit Rapsöl praktiziert wird. Aus der natürlichen Vergärung der Biomasse kann Wärme gewonnen werden. Und Wärme lässt sich bekanntlich über spezielle Generatoren auch in elektrischen Strom umwandeln. Ein Nachteil der gezielten Herstellung von Biomasse besteht allerdings darin, dass dafür große Flächen benötigt werden.