Was ist Geothermie und wie nützlich ist sie?

admin 10. Dezember 2012 0


Unter der Geothermie versteht man die Nutzung der Wärmeenergie aus der Erdkruste, denn Geothermie heißt übersetzt so viel wie „Erdwärme“. Die Erdwärme kann man für die Stromerzeugung oder für die Heiznutzung verwenden. Hydrothermale Geothermie wird die Nutzung von heißem Wasser oder Dampf genannt, welches man aus der Erdoberfläche gewinnt. Es wird im Wesentlichen zwischen zwei Arten der Geothermie unterschieden: Der oberflächennahen Geothermie und der tiefen Geothermie.

Bei der oberflächennahen Geothermie wird die Energie der Erdwärme von bis zu ca. 400 m Tiefe genutzt. In den oberen 10 bis 15 Metern der Erdoberfläche ist noch mit Temperaturschwankungen zu rechnen, doch ab einer Tiefe von ca. 15 m ist die Temperatur nahezu konstant. Durch den Einsatz von Erdwärmesonden und Erdwärmekollektoren kann somit das ganze Jahr über konstant Energie gewonnen werden.

Bei einer Tiefe von unter 400 Metern hingegen spricht man von tiefer Geothermie. Diese geht oft mit hydrothermalen Geothermie Hand in Hand. Nach einer sorgfältigen Untersuchung werden, ähnlich wie bei der Erdöl und Erdgasförderung, Löcher gebohrt. Trifft man auf das Thermalwasser, stößt dies häufig unter großem Druck durch das Bohrloch nach oben. Normalerweise wird das heiße Wasser mit Hilfe von zusätzlichen Pumpen an die Oberfläche gebracht und für die Nutzung aufgearbeitet. Doch in manchen Regionen erreicht das Wasser einen so hohen Druck, dass man auf die Pumpen verzichten kann. Das abgekühlte Wasser wird über ein zweites Bohrloch in den unterirdischen Wasserkreislauf zurückbefördert.

Geothermie bietet die nachhaltige, umweltfreundliche und saisonal-unabhängige Nutzung von Energie. Desweiteren bietet sie den Vorteil, dass sie keinen großen Flächenbedarf benötigt, da auch keine Lagerfläche von Nöten ist. Zudem besteht keine Explosionsgefahr, wie bei Verbrennungskesseln oder Gasanschlüssen.