Was haben „SuperMUC“ und erneuerbare Energien gemeinsam?

Sandra 29. Juli 2012 0


Um diese Frage zu beantworten, muss man erst einmal schauen, was „SuperMUC“ überhaupt ist. Hinter dieser Bezeichnung verbirgt sich ein Computer, der von der möglichen Rechenleistung her auf der weltweiten Rangliste aktuell den vierten Platz belegt. Und der kann pro Sekunde bis zu drei Billiarden Rechenschritte bewältigen. Diese Zahl muss man wirklich erst einmal ausschreiben, um eine Vorstellung von der Dimension zu bekommen: 3.000.000.000.000.000. Der Fachmann bezeichnet das als drei „Petaflops“.

Aber wofür werden solche gigantischen Rechenleistungen benötigt? Und genau an dieser Stelle kommen erneuerbare Energien ins Spiel. Um deren Rentabilität einschätzen zu können, werden regionale und globale Klimamodelle zugrunde gelegt. Und die brauchen – richtig – ordentlich Rechenleistung. Genau dshalb ist der „SuperMUC“ auch mit den anderen zwei deutschen Superrechnern über das „Gauss Centre for Supercomputing“ zusammen geschlossen. Damit kann die Leistung von mehreren Rechnern gebündelt werden.

„SuperMUC“ wurde im Juli 2012 in Betrieb genommen, nachdem eigens für den 500 Quadratmeter großen Rechner ein Gebäudeanbau errichtet worden ist. Die Gesamtkosten für den Superrechner inklusive Gebäude und Peripherie liegen bei 135 Millionen Euro. Er beherbergt 18.432 Intel Xeon CPUs, die jeweils acht Rechenkerne haben. Hinzu kommen 820 CPU mit zehn Kernen, die ebenfalls von Intel stammen. Auch die RAM kann sich mit 340 Terabyte plus vier Petabyte sehen lassen. Gekühlt wird das System mit Wasser. Die Datensicherung erfolgt wahlweise auf mehr als 3.400 SATA Festplatten mit je zwei Terabyte oder einem Bandspeicher.

Damit sind auch Klimamodelle möglich, bei denen genau geschaut werden kann, an welchen Standorten der Welt sich die Nutzung welcher Art erneuerbare Energie ganz besonders lohnt.