Voith Hydro Studie und dena-Plattform sehen dringenden Handlungsbedarf zur nachhaltigen Sicherung von Pumpspeichern

Daniel Reissmann 21. April 2014 0


Großtechnische Stromspeicher sind bisweilen sehr rar. Im Grunde sind lediglich Pumpspeicherkraftwerke bereits so weit entwickelt, dass sie hohe Strommengen speichern können. Die Plattform „Pumpspeicherkraftwerke – Partner der Energiewende“, die von der Deutschen Energie-Agentur (dena) initiiert wurde, hat am vergangenen Dienstag auf die Wichtigkeit und die Herausforderung zur Sicherung der Zukunft von Pumpspeicherkraftwerken hingewiesen. Anlass war eine Pressekonferenz in Berlin im Zuge einer neuen Studie von Voith Hydro zur Rolle von Pumpspeicherkraftwerken in der Energiewende.

© apops - Fotolia.com

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Voraussetzungen für einen wirtschaftlichen Betrieb haben sich massiv verschlechtert

Zentrale Aussage der dena-Plattform ist, dass sich die wirtschaftlichen Voraussetzungen für einen zukunftsfähigen Betrieb der Pumpspeicher in den vergangenen Jahren massiv verschlechtert haben. Stephan Kohler, Vorsitzender der dena Geschäftsführung sagte dazu: „Es ist klar, dass wir für die Energiewende mehr Speicherkapazitäten brauchen. Jetzt müssen wir dafür auch die marktwirtschaftlichen Voraussetzungen schaffen. Pumpspeicherwerke sollen dabei an erster Stelle stehen, denn sie sind derzeit die einzig verfügbaren großtechnischen Stromspeicher und erbringen darüber hinaus für das Stromsystem viele wertvolle Leistungen. Wir müssen die Rahmenbedingungen so anpassen, dass dieser Mehrwert auch angemessen vergütet wird“. Die Plattform, welche neben der dena auch Partner wie die 50 Hertz Transmission GmbH, die Vattenfall Europe Generation AG und die Voith Hydro GmbH & Co. KG beinhaltet, schlägt daher diverse Handlungsempfehlungen vor. Die Empfehlungen betreffen vor allem die Weiterentwicklung des Strommarktdesigns und der Förderreglungen im EEG, sodass dem wirtschaftlichen Betrieb von Pumpspeichern Rechnung getragen wird. Zudem fordert die Plattform eine diskriminierungsfreie Beachtung von Stromspeichern bei der Einführung von Kapazitätsmechanismen sowie eine Neuauslegung des Energiewirtschaftsgesetzes in Bezug auf die Definition von Speichern. Die Studie von Voith Hydro selbst, bezieht sich vor allem auf verschiedenen Szenarien. So wurde vor allem der wirtschaftliche Betrieb von Pumpspeichern für 2030, mit einem angenommenen EE-Anteil von 60 Prozent und 2050, mit einem angenommenen EE-Anteil von 80 Prozent untersucht.


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