VKU: Smarte Technologien für die Energiewirtschaft einführen

Daniel Reissmann 23. Februar 2015 0


Die Energiewende ist vor allem eine Technologiewende. Neben neuen Erzeugungstechnologien im Bereich Wasser- Wind- Solar- und Bioenergie sind auch die Informations- und Kommunikationstechnologien wesentlicher Bestandteil dieses Umbruchs. Beispiele für derartige Technologien sind unter anderem Smart Home Applikationen oder intelligente Stromzähler, sogenannte Smart-Meter. Jüngst gab auch der Verband kommunaler Unternehmen (VKU), der Spitzenverband der kommunalen Wirtschaft in Deutschland, ein Statement ab, indem die Einführung smarter Technologien in der Energiewirtschaft gefordert. Gerade Stadtwerke sind hier gefragt, denn sowohl die Installation als auch der Betrieb von intelligenten Technologien, wie Smart Metern obliegt aktuell noch hauptsächlich den kommunalen Energieversorgern.

© apops - Fotolia.com

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Smart Technologien sind vor allem zur Steigerung der Energieeffizienz notwendig

Die diesjährige Energiemesse E-World in Essen zeigte bereits, wie stark der Fokus aktuell auf smarten Technologien liegt und machte den Themenkomplex deshalb zum Leitmotiv der Messe, die vor etwa zwei Wochen stattfand. „Die Energiebranche muss smarter werden! Dadurch lassen sich Energieeffizienzpotenziale heben und eine kosteneffiziente Energienutzung umsetzen. Das haben auch die Stadtwerke erkannt.“, meint Hans-Joachim Reck, Hauptgeschäftsführer des VKU. Er spielt damit auch auf die vielen kommunalen Energieversorger an, die auf der Messe auch smarte Technologien ausstellten. Reck empfiehlt beim Einbau smarter Technologien zuerst Gewerbe- und Industriekunden zu fokussieren, da in diesem Sektor die höchsten Effizienzpotentiale liegen. Nichtdestotrotz ist eine Umstellung in den deutschen Haushalten auch nötig, schon allein im Sinne der Versorgungssicherheit. „Um den steigenden Anteil der erneuerbaren Energien ins Netz einzuspeisen und das hohe Maß an Versorgungssicherheit aufrecht zu halten, ist der umfassende Ausbau zu „intelligenten Netzen“ notwendig.“, so Reck, der einen weiteren Ausbau der Verteilnetze für unabdingbar hält.  Dementsprechend positiv sieht er den „Verordnungsplan Intelligente Netze“ des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi), welches darin bereits einige Regelungen für die smarten Technologien trifft.

Auch IT-Sicherheit ist ein wichtiges Thema

Bei dem hohen Grad an Informations- und Kommunikationstechnologie, der mit den intelligenten Systemen einhergeht, sollte auch das Thema Smart-IT und IT-Sicherheit beachtet werden. Insbesondere die Energieversorger selbst, besitzen sehr sensible Daten, die vor Manipulationen und Hackerangriffen geschützt werden sollten. Zudem werden teils ganze Versorgungssysteme über Computer gesteuert, sodass ein Hacker theoretisch einen Black-Out verursachen könnte. Entsprechende IT-Sicherheitsmethoden und –konzepte, auch zum Schutz der Kundendaten, sind daher zu entwickeln. Die Energiewirtschaft und die IT-Technologien wachsen zunehmend zusammen, weshalb gerade dieser Querschnittsbereich künftig erheblich an Bedeutung gewinnen wird.


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