Verbund Österreich bleibt doch im Türkeigeschäft

Sandra 25. September 2012 0


Verbund ist einer der größten Stromversorger in Österreich. Schon der Vergangenheit hat es bei der Nutzung erneuerbarer Energie enge Kooperationen mit dem in der Türkei ansässigen Versorger Sabanci gegeben. Das daraus resultierende Joint Venture hat konkrete Pläne zur Errichtung von Wasserkraftwerken in der Türkei mit einer Leistung von insgesamt 5.000 Megawatt bereits festgeschrieben. Auch die dafür notwendigen Finanzierungen sind unter Dach und Fach.

Nun soll die Zusammenarbeit noch weiter ausgebaut werden. Die aktuellen Pläne sehen vor, weitere 2.500 Megawatt Leistung bei der Wasserkraft aus neuen Kraftwerken bis zum Jahr 2020 zu erzielen. Im Gespräch ist dabei sogar eine neu zu installierende Leistung von weiteren bis zu 5.000 Megawatt. Die notwendigen Entscheidungen dazu sollen im Jahr 2013 fallen. Dass sich Verbund Österreich nun doch zu diesem weiteren Engagement entschieden hat, resultiert vor allem aus den aktuellen Prognosen zur Entwicklung der Strompreise in der Türkei.

Im August 2012 hatten Gerüchte für Verunsicherung gesorgt. Sie besagten, dass man bei Verbund Österreich darüber nachdenken würde, sich zumindest teilweise aus dem Geschäft mit der türkischen Wasserkraft zurück zu ziehen. Die Urheber der Gerüchte hatten dabei auf angebliche Verhandlungen zwischen Verbund Österreich und E.ON über ein größeres Tauschgeschäft verwiesen.

Die Verbund Österreich Experten weisen diese Gerüchte zurück. Sie sind noch immer der festen Überzeugung, dass es gerade in der Türkei ein erhebliches Wachstumspotential bei der Wasserkraft gibt. Deshalb ist das Ausbauprogramm des Joint Ventures in der Vergangenheit auch mit aller Konsequenz verfolgt worden. Analysten hatten die Türkei in Bezug auf die Wasserkraft wörtlich sogar als „Hoffnungsmarkt“ bezeichnet.