Verbraucherentlastung: Absenkung der Management-Prämie für direkt vermarkteten Strom beschlossen

admin 20. September 2012 0


Viel Bewegung im Sektor der erneuerbaren Energien:
Auf Vorschlag von Bundesumweltminister Altmaier hat das Bundeskabinett die sogenannte Managementprämienverordnung beschlossen -ab dem kommenden Jahr soll der Verbraucher durch die Absenkung der sogenannten Managementprämie in Bezug auf direkt vermarkteten Strom aus Photovoltaik -und Windenergieanlagen spürbar entlastet werden – man verspricht sich hier seitens der Politik sogar eine Verbraucherentlastung von rund 160 Millionen Euro pro Jahr.

Für eine höhere Akzeptanz von erneuerbaren Energien und eine bessere Integrierung in den Strommarkt wurde bekanntlich bereits Anfang diesen Jahres die sogenannte „optionale Marktprämie“ eingeführt. Sie soll einen Anreiz geben, erneuerbaren Strom noch stärker als bisher marktorientiert einzuspeisen. Betreiber von Anlagen, die nach dem Erneuerbare-Energie-Gesetz, kurz: EEG, gefördert werden, können auf den eigentlichen Vergütungsanspruch des EEG verzichten und stattdessen ihren erzeugten Strom direkt vermarkten.
Die Differenz zwischen den Direktvermarktungserlösen von Anlagenbetreibern und der Einspeisevergütung nach dem EEG wird in diesem Fall durch die Marktprämie ausgeglichen.
Zusätzliche Mehrkosten, die Anlagebetreibern in der Direktvermarktung entstehen, sollen durch die Managementprämie abgefangen werden.

Welche wichtige Rolle beispielsweise auch die Windenergie für ein Gelingen der Energiewende in Deutschland spielt, hat Altmaier auf der diesjährigen Husumer WindEnergy Messe deutlich gemacht.
Windenergie liefert nicht nur den größten Anteil erneuerbaren Stroms, auch die Kosten sind vergleichsweise günstig. Der Markt entwickelt sich tatsächlich rasant: im letzten Jahr wurden allein in Deutschland beinahe 50 Milliarden Kilowattstunden Windstrom in die Netze eingespeist –damit leistet die Windenergie einen satten Anteil von acht Prozent an der gesamten Stromerzeugung in Deutschland.

Bis zum Jahre 2050 soll laut dem Bundesumweltminister die Windenergie rund die Hälfte der Stromversorgung in Deutschland decken. Wie dem auch sei: Dem Endverbraucher machen aktuell eher die zum Teil um satte 10 Prozent in die Höhe geschossenen Strompreise zu schaffen. Die Energieunternehmen begründen die Mehrkosten unter anderem mit höheren, staatlich regulierten Netzentgelten für den Transport des Stroms zum Kunden.
Es lohnt sich also, etwaige unnötige Stromfresser im eigenen Haushalt zu entlarven –Tipps und Tricks rund ums Thema bieten die Energiespartipps von Yello Strom.