US-Präsident Obama will sich zum Klimaretter aufschwingen

admin 26. Juni 2013 0


Am Dienstag legte US-Präsident Barack Obama ein neues Programm zur Verringerung der CO2-Emissionen vor. Künftig will Obama wesentlich mehr in den Klimaschutz investieren – auch die Investitionen in erneuerbare Energien sollen verstärkt werden. In einer Rede in der Georgetown-Universität unterstrich er: „Wir müssen handeln“.

In den vergangenen Jahren sind die USA nicht gerade als Klimaretter aufgetreten. Im Gegenteil, zahlreiche internationale Bemühen zum Klimaschutz wurden von der größten Volkswirtschaft der Welt regelmäßig unterminiert. Nun will US-Präsident Obama einen neuen Weg einschlagen und wichtige Signale für den Klimaschutz setzen. Die USA müsse als größte Volkswirtschaft der Welt endlich eine Vorbildrolle einnehmen.

Am Dienstag legte Obama einen umfassenden Plan zur Reduzierung der CO2-Emissionen und zum Klimaschutz vor. In einer prestigeträchtigen Rede in der Georgetown Universität sagte er dem Klimawandel weltweit den Kampf an: „Als Präsident, Vater und Amerikaner bin ich hier, um zu sagen, dass wir handeln müssen, bevor es zu spät ist.“ Konkret verfolgt Obama eine mehrsäulige Strategie. Einerseits will er die CO2-Emissionen, die amerikanische Kraftwerke bislang unbegrenzt ausstoßen dürfen, einschränken. Gesetzliche Regelungen in diesem Bereich sind dringend notwendig. So machen alleine die Emissionen der amerikanischen Kohlekraftwerke rund 40 Prozent des CO2-Ausstoßes des Landes aus.

Desweiteren will Obama die Energieeffizienz zahlreicher Haushaltsgeräte erhöhen und neue Standards für den Benzinverbrauch schwerer Lastwagen etablieren. Den erneuerbaren Energien soll fortan eine Schlüsselrolle in der Bekämpfung der CO2-Emissionen und des Klimawandels zukommen. So sollen Solarkraftwerke und Windräder etwa auch auf regierungseigenem Land aufgestellt werden dürfen. Das vorgestellte Programm Obamas ist das weitreichste Programm zum Klimaschutz eines US-Präsidenten.

Schon in den vorangegangenen Jahren setzte sich Obama für den Klimaschutz ein, seine Bemühungen scheiterten jedoch regelmäßig am Widerstand des Kongresses. Umso bedeutender ist es, dass die am Dienstag vorgestellten Programme nicht der Zustimmung des Kongresses bedürfen. Bereits auf seiner Berlin-Rede kündigte Obama entsprechende Maßnahmen zum Klimaschutz an. Weltweit stieß das Vorhaben des US-Präsidenten auf weitestgehend positive Resonanz. Auch die EU-Kommission zeigte sich erfreut über die seit langem überfälligen Bemühungen. Kritische Stimmen wurden dagegen im Zusammenhang mit der weiteren Verwendung von Risikotechnologien wie Atomkraft oder Fracking laut.


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