Unternehmen wollen bundesweites Netz aus Wasserstoff-Tankstellen ausbauen

Tim 1. Oktober 2013 0


Insgesamt sechs große Unternehmen (darunter Shell, Total und Daimler) wollen das bundesweite Netz aus Wasserstoff-Tankstellen von derzeit 15 auf 400 ausbauen. Damit sollen neue Möglichkeiten für auf Brennstoffzellentechnik beruhende Autos geschaffen werden, die mit Wasserstoff angetrieben werden. Die für das Projekt notwendigen Investitionen belaufen sich auf rund 350 Millionen Euro.

© Petair - Fotolia.com

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Insgesamt sechs große, international tätige Unternehmen – darunter etwa Total, Shell und Daimler – planen offenbar die Gründung eines Gemeinschaftsunternehmens mit dem Ziel das bundesweite Netz an Wasserstoff-Tankstellen weiter auszubauen. Wasserstoff gilt unter vielen Branchenkennern als der Treibstoff der Zukunft, da Wasserstoff bei der Reaktion mit Sauerstoff viel Energie liefert und als Abgas lediglich unschädlicher Wasserdampf entsteht. Auch für die Energiewende und die damit verbundene Reduzierung von CO2-Emissionen wäre dies ein wesentlicher Faktor.

Da Wasserstoff in der Natur nicht als Element vorkommt, muss dieser allerdings zunächst mittels Elektrolyse vom Sauerstoff im Wasser getrennt werden. Die Technik hat hier in den letzten Jahren jedoch große Fortschritte gemacht, sodass heute bereits eine alltagstaugliche Brennstoffzellentechnik, die zur Nutzung von Wasserstoff als Energieträger notwendig ist, vorhanden ist.

Derzeit existieren in Deutschland 15 Wasserstofftankstellen. Schon bis 2023 möchte das Gemeinschaftsunternehmen diese Zahl auf 400 erhöhen. Die geschätzten Investitionskosten für das Unternehmen belaufen sich auf rund 350 Millionen Euro. Welches Unternehmen welchen Teil dieser Summe zahlen soll ist aber noch unklar. Auch auf eine Subventionierung oder wirtschaftliche Begünstigungen von der Bundesregierung hofft das Gemeinschaftsunternehmen. Immerhin würde die Verwirklichung des Vorhabens einen bedeutenden Teil zur deutschen Energiewende beitragen.


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