Unternehmen für Klimaschutz: Neuer Verein gegründet

Daniel Reissmann 3. Oktober 2013 0


Schon seit dem Jahr 2009 werden verschiedene Unternehmen, die sich aktiv für Klimaschutz und Energieeffizienz einsetzen durch das Bundesumweltministerium in ihren Bestrebungen gefördert. Bisher flossen die Mittel aus der Nationalen Klimaschutz Initiative des Bundes an die beteiligten Institutionen, die sich bisher „Klimaschutz Gruppe“ nannten. Ab sofort agieren die Beteiligten als Verein „Klimaschutz-Unternehmen. Die Klimaschutz- und Effizienzgruppe der deutschen Wirtschaft“. Hintergrund ist, dass die Förderungen aus der Nationalen Klimaschutz Initiative am 30.09.2013 ausgelaufen sind. Trotzdem wollen sich die Partner weiterhin aktiv am Klimaschutz beteiligen. Mit der Vereinsgründung wollen die Unternehmen ihre Bemühungen verstetigen und das Netzwerk untereinander auf eine neue Basis stellen.

© apops - Fotolia.com

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Zustimmung und weitere Unterstützung durch BMU, BMWi und DIHK

Von staatlicher Seite sowie von Seiten der Verbände wurde dieser Schritt sehr begrüßt. So sicherten das BMU, das BMWi sowie der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) weitere Unterstützung und Zusammenarbeit zu. Der baden-württembergische Minister für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft, Franz Untersteller, reihte sich in die Reihe der Befürworter ein. Er bezeichnete die Klimaschutz-Gruppe als positives Beispiel für vorausschauenden Klimaschutz und appellierte, dass die Unternehmen den eingeschlagenen Weg weiter gehen sollen.

Messbare und ambitionierte Ziele bei Klimaschutz und Energieeffizienz

Die Klimaschutz-Unternehmen selbst sind eine Gruppierung verschiedenster Unternehmen die sich bundesweit und branchenweit für messbaren und aktiven Klimaschutz sowie Energieeffizienz einsetzen. Die Gruppe besteht derzeit aus 23 Unternehmen, darunter Viessmann, Provinzial Versicherungen, die Stadtwerke Karlsruhe oder auch das Institut für medizinische Diagnostik Oberland. Im Bereich „Best Practice“ agieren die Unternehmen sehr erfolgreich. So haben zum Beispiel die Stadtwerke Karlsruhe ein System der Solarstromerzeugung mit Bürgerbeteiligung etabliert. Im Ergebnis konnten die Stadtwerke, auch unter Einbezug anderer Projekte, ca. 74.000 Tonnen Kohlenstoffdioxid pro Jahr einsparen. Das Institut medizinische Diagnostik Oberland beteiligt sich am Klimaschutz durch effiziente Raumheizung- und kühlung, Reduktion des Stromverbrauchs durch Gebäudeautomatisierung und durch die sinnvolle Anordnung gewisser Apparaturen, zum Beispiel durch die räumliche Trennung von Brut- und Kühltechnik.


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