Unter Strom: Neue Fahrzeugmodelle auf dem Elektromarkt

admin 25. April 2014 0


Elektrische Fahrzeuge bieten ein großes Potential, um CO2-Emissionen zu reduzieren. Je stärker die Entwicklung in Richtung erneuerbarer Energiequellen geht, umso mehr tendiert die Bilanz der Stromer gegen null.

Deutschland, Nation der Autofahrer und –bauer, hinkt allerdings immer noch etwas hinterher. Vor dem erklärten Ziel, Leitmarkt in der E-Mobilität zu werden, liegt noch ein weiter Weg. Das soll sich nun ändern: Noch dieses Jahr bringen verschiedene deutsche Hersteller neue E-Modelle auf den Markt. Mit besonderer Erwartung wird dieser Tage die jüngste Elektroneuheit aus Wolfsburg begrüßt: Das Lieblingsauto der Deutschen, den VW Golf, gibt es nun auch in einer voll-elektrischen Version.

E-up! als mobiles On-demand-Kraftwerk

Damit leistet der Kompaktwagen nun dem kleineren up! Gesellschaft, der bereits seit einem Jahr auch als e-up! auf den Straßen unterwegs ist. So zurückhaltend sich die eher konservativen Wolfsburger auch anfangs dem Zukunftsthema Elektromobilität gegenüber gezeigt haben, sind sie nun mit dem e-up! doch an einem höchst innovativen Projekt beteiligt. In Zusammenarbeit mit dem Ökostromanbieter LichtBlick und der SMA Solar Technology AG erforscht das bundgeförderte Vorhaben, inwieweit E-Autos sich effizient und alltagstauglich als rollende Minikraftwerke in das Stromnetz einfügen lassen.

Die Idee: Die Batterien der Fahrzeuge dienen als Stromspeicher. Während der Ladezeit an speziell entwickelten Wallboxen geben die Akkus die gespeicherte Energie zurück ins Stromnetz. So kann dezentral und on-demand Strom bereitgestellt werden. Langfristig sollen damit Schwankungen in der Stromversorgung aus erneuerbaren Quellen wie Sonne und Wind ausgeglichen werden.

BMW i3: Wichtigster Absatzmarkt sind die USA

Volkswagen macht nun also Vorreiter BMW mit zwei Modellen Konkurrenz. Bisher dominieren die Münchner den kleinen deutschen E-Mobilitätsmarkt mit ihrem visionären i3. Im Gegensatz zum e-Golf, der schlicht eine elektrisierte Version des bewährten Modells darstellt, entwickelte man in Bayern ein von Beginn auf den E-Betrieb hin optimiertes Fahrzeug in Leichtbauweise.

Nun fährt BMW die Produktion nach oben – allerdings ist daran nicht etwa die gestiegene heimische Nachfrage Schuld. Der Verkaufsstart in den USA steht unmittelbar bevor – und ausgerechnet eine der Erdöl-hungrigsten Nationen gilt als wichtigster Absatzmarkt für Elektroautos. Ob Deutschland bald nachziehen wird?


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