UN-Initiative setzt sich für mehr erneuerbare Energien ein

Daniel Reissmann 30. Januar 2014 0


Während wir in Deutschland gerade einen mehr als umstrittenen Kurs in der Energiewende erleben, will man bei den Vereinten Nationen die Ziele ambitionierter gestalten. Die Perspektiven klingen sehr vielversprechend. So will man durch die UN-Initiative „Sustainable Energy 4 All“ erreichen, dass bis 2030 alle modernen Menschen Zugang zu erneuerbaren Energiequellen haben. Die Energieeffizienz soll sich verdoppeln, genauso wie der Anteil der erneuerbaren Energieträger am Energiemix. Das würde bedeuten, dass 2030 über ein Drittel der weltweiten Energie durch erneuerbare Energien bereit gestellt wird. Führt man sich vor Augen, dass es sich um weltweite Maßstäbe handelt, die auch Nationen mit einbeziehen die heute noch nicht einmal über fließendes Wasser verfügen, so fragt man sich wie die UN das erreichen will?

© Smileus - Fotolia.com

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Derzeitiges Vorgehen ist zu wenig

Die Zahlen und Prognosen gehen aus dem aktuellen „ReMap 2030“ Report der Internationalen-Erneuerbaren-Energien-Agentur (IRENA) hervor. Die Experten sind darin der einstimmigen Meinung, dass mit dem heutigen Tempo im Ausbau der erneuerbaren Energien und Ökoeffizienz die Ziele der Vereinten Nationen nicht zu erreichen sind. Doch möglich wäre es. Die Technologien sind laut dem Bericht vorhanden und könnten dazu beitragen, dass die 26 wichtigsten Staaten der Welt ihren Anteil an erneuerbaren Energien bis 2030 vervierfachen. IRENA Direktor Adnan Z. Amin sagt im Hinblick auf die Kosten: „Wenn man den Klimaschutz, die Auswirkungen auf die Gesundheit und die entstehenden Arbeitsplätze mit einbezieht, rechnet sich die Wende von allein“. Kritisch sehen die IRENA Experten allerdings den relativ hohen Anteil von Biomasse der heutzutage noch vielerorts vorherrscht. Dieser müsste reduziert werden um wirklich nachhaltig wirtschaften zu können. Vor allem Wind- und Solarenergie müssen die Biomasseanteile verdrängen. Der Report gibt eine Reihe von Empfehlungen durch deren Umsetzung die Anteile von Wasserkraft um 60 Prozent, Windkraft um 500 Prozent und Solarenergie sogar um 1200 Prozent von heute bis 2030 wachsen könnten.


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