Trotz Einigung Probleme bei Endlagersuche

admin 11. April 2013 0


Am Dienstag konnten sich Bund und Länder nach jahrzehntelanger Streiterei auf eine gemeinsame Suche nach einem deutschen Atommüll-Endlager einigen. Eine Enquentekommission soll bis 2015 Kriterien festlegen, über die ein passender Standort ausgewählt werden soll. Auch Gorleben soll zu den möglichen Standorten hinzugezählt werden, wobei jedoch im Gegenzug vorerst keine Castortransporte zum dortigen Endlager durchgeführt werden sollen.

Die Kommission wird aus einem 24 Personen starken Team bestehen, das sich aus Abgeordneten und Vertretern von Wissenschaft, Umweltverbänden, Kirchen, Gewerkschaften und Wirtschaft zusammensetzen wird. Die endgültige Auswahl für das Endlager soll jedoch erst 2031 stattfinden. Das Gesetz soll noch vor der Sommerpause im Bundestag durchgebracht werden.

Trotz dieser Einigung gibt es auch Probleme. Denn die neue Endlagersuche soll von den Atomkraftwerks-Betreibern finanziert werden. Das deutsche Atomforum (DAtF) begrüße zwar eine Einigung in der Suche nach einem Endlager und würde auch die Expertise in der Suche bereitstellen, jedoch sehen sie keine rechtliche Grundlage für die Finanzierung der neuen Suche, solange noch keine abschließende Bewertung für die Eignung des Salzstocks Gorleben vorliege.

Desweiteren müssen Bund und Länder in den nächsten Wochen festlegen, wo die restlichen Castor-Behälter aus dem Ausland gelagert werden sollen. Es werden nämlich 2015 noch rund 26 oder 27 Behälter aus der britischen Wiederaufarbeitungsanlage Sellafield und  aus dem französischen La Hague erwartet. Mögliche Lager würden die Atomkraftwerke Brunsbüttel (Schleswig-Holstein) und Philippsburg (Baden-Württemberg) darstellen.


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