Tausche Asbest gegen Solaranlage

Sandra 12. September 2012 0


Dass sich Technik für erneuerbare Energie an verschiedenen Stellen lohnt, das stellt ein aktuelles Beispiel aus Italien unter Beweis. Aprofruit Italia ist eine große Genossenschaft, die sich auf den Handel mit Früchten spezialisiert hat. Die Lagerhallen und Hallen für Sortieranlagen benötigten vor allem Eines: viel Platz.

Und so groß wie die Grundfläche ist, so groß sind auch die nutzbaren Dachflächen. Bei Apofruit Italia kommen immerhin 6.500 Quadratmeter zusammen. Die wurden bisher von Asbestplatten geschützt. Diese zählen völlig zu Recht als gesundheitsschädlich und sollten ohnehin gegen ein modernes Dach ausgetauscht werden. In diesem Rahmen hat sich die Genossenschaft gleich dazu entschlossen, die Vorteile für sich zu nutzen, die erneuerbare Energien zu bieten haben.

Insgesamt zwei Millionen Euro hat die Genossenschaft für die Dachsanierung ausgegeben. Und das Ergebnis kann sich sehen lassen. Entstanden ist eine großzügige Erweiterung der bereits vorhandenen gigantischen Photovoltaik-Anlage, die nunmehr eine technisch mögliche Leistung von insgesamt 4,4 Megawatt bereitstellen kann. So müssen keine hohen Stromkosten für die neue Kalibrieranlage geplant werden, die im Zuge der Sanierung ebenfalls gleich mit eingebaut worden ist. Sie kann pro Jahr bis zu 20.000 Tonnen Äpfel bearbeiten.

Zum Bau der Solaranlage kam es durch die Bildung eines Joint-Ventures, an dem neben der Apofruit Italia auch ein Energieunternehmen Opera Energie beteiligt ist. Sie haben eigens dafür eine gemeinsame Tochtergesellschaft gegründet, die auf den bezeichnenden Namen Apo Energie hört. Das ist ein Beispiel, das Schule machen sollte. Große Lager- und Produktionshallen gibt es auch in zahlreichen anderen Branchen. Und sie bieten gute Bedingungen für die Installation eines Solarkraftwerks, das keinen zusätzlichen Platz benötigt.