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Experten befürchten einen Einbruch beim Ausbau der Windenergie

In Deutschland gibt es viele Windräder und der Ausbau ist in den letzten Jahren immer weiter forciert worden, zumal auch der Energiebedarf stetig wächst. Doch Experten gehen jetzt davon aus, dass der Ausbau bei Windkraftanlagen künftig ins Stocken geraten könnte – der Zenit sei überschritten. Was das für die Zukunft bedeutet und wie es bei der Energiegewinnung aus Wind weiter geht, verraten die folgenden Zeilen.

Windräder stehen vor allem vermehrt im ländlichen Raum oder in der Nähe von dem Meer. Bildquelle: Yerbolat Shadrakhov – 788954230 / Shutterstock.com

Ausbauleistung soll in diesem Jahr maximal 3,5 Gigawatt betragen

Der Wind leistet nicht nur hierzulande Großes: Er liefert Energie für Millionen von Haushalten in der ganzen Bundesrepublik. Dabei treibt der Wind tausende von Windräder und Windkraftanlagen an, die sich vermehrt in ländlichen Gebieten oder auf hoher See als Offshore-Windparks finden lassen. Doch auch wenn das Ganze eigentlich gut läuft, gehen Experten zum jetzigen Zeitpunkt davon aus, dass der Zenit schon längst überschritten ist.

1.    Im letzten Jahr sind noch 1792 neue Windräder aufgestellt worden

2.    In diesem Jahr soll die Ausbauleistung auf weniger als 3,5 Gigawatt sinken

Die Schätzungen gehen zurück auf Zahlen des Bundesverbandes Windenergie, der seinen Sitz in Berlin hat. Auch in Bezug auf das Jahr 2019 hat man sich schon geäußert. Für kommendes Jahr wird mit einem noch stärkeren Rückgang gerechnet.

Auch auf See sieht die Lage nicht wesentlich besser aus

Auf dem Meer werden Windkraftanlagen besonders gerne positioniert, weil hier der Wind rauer weht als an Land. Bildquelle: Lyu Hu – 287582624 / Shutterstock.com

Auf hoher See, wo die Lage tendenziell besser aussehen sollte, bietet sich ein ähnliches Bild. Hier wurden im vergangenen Jahr 222 Windkraftwerke mit je 1,25 Gigawatt an Leistung in Betrieb genommen. Mittlerweile ist jedoch auch hier ein deutlicher Rückgang zu verzeichnen.

–  Derzeit befinden sich nur zwei weitere Offshore-Windparks in Produktion, die eine Leistung von 780 Megawatt erzeugen sollen

–  Darüber hinaus sind nur fünf weitere Projekte in Planung, hier immerhin mit einer Leistung von 1,5 Gigawatt

Auf der anderen Seite ist zu konstatieren, dass bis zum Ablauf des Jahres 2020 auch gar kein größerer Ausbau stattfinden kann. Somit sind für den derzeitigen Rückgang beim Ausbau in erster Linie Vorgaben aus der Politik und neue Regelungen verantwortlich. Hier ist insbesondere das EEG, also das Gesetz für Erneuerbare Energien, zu nennen. Der Gesetzgeber ist hierbei hingegangen und hat erstmalig Ausschreibungsverfahren eingeführt, wenn es um den Bau von neuen Windkraftanlagen geht. Gleichzeitig ging damit auch eine Beschränkung beim Ausbauvolumen einher. Sebastian Boie von der Stiftung für Offshore-Windanlagen sagte zu diesem Thema:

Als Zitat formatieren:

„Wir wollen bis 2025 zumindest zwei Gigawatt an Offshore-Windleistung zusätzlich bauen, weil dafür auch die nötigen Netzkapazitäten bereitstehen.“

Klimaziele der Bundesregierung werden für 2020 nicht erreicht

Die Branche, die sich mit der Fertigung und dem Aufstellen von Windkraftanlagen beschäftigt, fordert auf politischer Ebene schon lange, dass die Windkraft auf See auf 20 Gigawatt angehoben wird. Derzeit sind nur 15 Gigawatt möglich, danach ist eine Deckelung vorhanden:

  1. Aktuell sind in Nord- und Ostsee insgesamt 1169 Anlagen installiert
  2. Sie laufen mit einer Gigawatt-Leistung von 5,4

Für eine Aufhebung der Grenze spricht auch, dass die Bundesregierung die für das Jahr 2020 angepeilten Klimaziele wohl verfehlen wird. Neues Zieljahr für eine 65 prozentige Versorgung aus erneuerbaren Energien ist gemäß Koalitionsvertrag nun das Jahr 2030. Eine gesetzliche Konkretisierung, wie diese Ziele realisiert werden sollen, fehlt indes weiterhin, sodass es erneut fraglich erscheint, wie die Umsetzung vonstatten gehen soll. 

Windkraftanlagen haben neben vielen Vorteilen auch Nachteile 

Noch im Jahr 2010 war eine Studie zu dem Ergebnis gekommen, dass Windkraftanlagen im Jahr 2020 dazu in der Lage sein sollten, auf 0,75 Prozent der gesamten Landfläche 20 Prozent des Strombedarfs der Deutschen zu decken. In der Theorie stehen zumindest 13,8 Prozent der gesamten Fläche Deutschlands für die Schöpfung von Energie aus Wind zur Verfügung. Demgegenüber steht die Praxis, die diese Zahlen dementiert und zwar aus folgenden Gründen:

  1. Belange des Artenschutzes wurden nicht berücksichtigt
  2. Auch die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen wurden zu sehr außen vor gelassen

Bei allem Hype um Windenergie, sind indes auch die Nachteile dieser Variante der Energiegewinnung nicht zu verschweigen. So ist Wind zum Beispiel keine konstante Kraft, die quasi auf Abruf zur Verfügung steht. Auch sind die Windkraftanlagen selbst sehr teuer und zwar nicht nur in der Produktion. Vielfach werden zudem Habitate zerstört mit fragwürdigem Mehrnutzen.

Bildquellen:

Yerbolat Shadrakhov – 788954230 / Shutterstock.com

Lyu Hu – 287582624 / Shutterstock.com

 

Günstige Strom- und Gasanbieter finden

Geld und Energie sparen im Alltag – Mit diesem Trick klappt es

Jedes Jahr müssen deutsche Haushalte Unsummen an Geld berappen, um ihre Strom- und Gaskosten zu begleichen. Die Jahresendabrechnung zählt zu den gefürchtetsten Briefen, die jährlich im Briefkasten auf einen warten. Dabei kann mit wenig Aufwand viel Geld gespart werden. Dieser Artikel zeigt, wie dies funktioniert.

Taschenrechner auf Rechnungen und Münzen
Bild: Endlich Energiekosten einsparen: Mit wenigen Kniffen Strom- und Gasrechnungen senken. Bildquelle: baloon111 – 141144247 / Shutterstock.com

Und jährlich grüßt die Energiekostenabrechnung. Für viele bedeutet die ungeliebte Benachrichtigung des Versorgers, die wohlbehütete Urlaubskasse angreifen zu müssen. Doch dies muss nicht sein. Denn dank des Internets ist es heutzutage problemlos und in wenigen Minuten möglich, den Strom- oder Gasanbieter zu wechseln und an günstigere Tarife zu gelangen.

Fakt ist allerdings, dass in Deutschland nur jeder Fünfte jemals seinen Versorger gewechselt hat. Circa 40 Prozent aller deutschen Haushalte beziehen Strom und Gas sogar vom Grundversorger und wissen womöglich gar nicht, dass diese den jeweils teuersten aller möglichen Tarife anbieten.

Doch woran liegt es, dass sich derartig viele Menschen günstigen Versorgern gegenüber ablehnend verhalten? Bekanntlich ist der Deutsche ja als Sparfuchs bekannt. Doch bei vielen ist es die Angst vor Betrug, unzureichender Datensicherheit im Internet oder ganz einfach das geringe Vertrauen in wenig bekannte Anbieter, die dazu führen, dass weitaus mehr für Gas und Strom bezahlt wird, als es eigentlich nötig ist.

Preise vergleichen – aber richtig!

Check24, Verivox oder wie sie alle heißen, Preisvergleichsseiten für Gas- und Stromanbieter gibt es mittlerweile wie Sand am Meer. Wer vor betrügerischen Machenschaften sicher sein möchte, der sollte sich auf jeden Fall bei den bekannten Namen aus Radio und Fernsehen umsehen.

Doch auch hier lauern Fallstricke und der auf den ersten Blick so günstige Anbieter stellt sich in der Endkostenabrechnung als eher teurer Versorger heraus. Der Grund hierfür ist, dass die dargestellten Tarife oft nur für einen sehr kurzen Zeitraum garantiert werden.

Zusätzlich hübschen viele Versorger ihren Tarif mit Boni auf. Die Gelder holen sich die Anbieter aber durch überteuerte Tarife schnell wieder zurück. Damit dies nicht geschieht, folgend eine adäquate Schritt-für-Schritt-Anleitung, um tatsächlich den günstigsten Bereitsteller ausfindig zu machen:

  1. Einen Preisvergleich für die eigene Region am besten auf mehreren Preisvergleichsseiten durchführen und die besten Versorger plattformübergreifend miteinander vergleichen.
  1. Bei der Suche sollte die Mindestvertragslaufzeit auf ein Jahr begrenzt werden. Die Preisgarantie sollte auf denselben Zeitraum festgesetzt sein.
  1. Sofern Boni angeboten werden, ist auf die Bonusbedingungen zu achten. Wer zum Beispiel zum frühestmöglichen Zeitpunkt kündigt, läuft Gefahr, dass der Anbieter den Kunden einen Tag früher aus dem Vertrag entlässt, um den Bonus nicht auszahlen zu müssen. Diesen gibt es nämlich häufig erst nach Ablauf des ersten Vertragsjahres ausgezahlt. Deswegen sollte man lieber erst nach dem ersten Belieferungsjahr kündigen oder beim Preisvergleich Bonusangebote direkt herausfiltern.

Übrigens lassen sich auf diese Weise auch kostengünstige ökologische Anbieter finden, die ihren Strom über Solarenergie oder Windenergie gewinnen. So hat jeder die Möglichkeit, bei aller Sparsamkeit trotzdem etwas für die Umwelt zu tun.

Wer im Übrigen langfristig sparen möchte, der muss bzw. sollte seinen Anbieter jährlich wechseln, da viele Konditionen eben nur ein Jahr garantiert werden. Dies ist zwar mit etwas Aufwand verbunden, der Stundenlohn ist den Mehraufwand aber auf jeden Fall wert.

Ein Beispiel: Durchschnittlich kann ein vierköpfiger Familienhaushalt jährlich gegenüber den Tarifen des Grundversorgers mehrere hundert Euro sparen. Da lohnt sich der Wechsel allemal.