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Die Strompreisentwicklung in Deutschland: Hintergründe und Prognosen

Die Strompreise sind in Deutschland in den vergangenen Jahren deutlich angestiegen. Immer mehr Eigenheimbesitzer rüsten nach und setzen daher auf regenerative Energieträger. In den vergangenen 15 Jahren sind die Preise für Strom von ca. 16 Cent auf knapp 28 Cent gestiegen. Dies entspricht einem Anstieg von über 40%. Ein Grund dafür ist der Strommix, in dem Strom aus erneuerbaren Energien eine immer wichtigere Rolle einnimmt.

Die Strompreise sind in den vergangenen Jahren deutlich angestiegen. Bildquelle: vchal – 618634256 / Shutterstock.com

In den vergangenen 15 Jahren sind die Strompreise in Deutschland massiv angestiegen. Bei einer Strompreisverteuerung von über 40% spüren vor allem Familien, wie sehr die Stromrechnung ins Budget schlägt. Die Hintergründe für den massiven Anstieg der Stromkosten sind vielseitig. Ein Aspekt ist der Anteil des Stroms aus erneuerbaren Energien. Dieser ist in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen und führte dazu, dass auch die Kosten deutlich gestiegen sind. Positiv anzumerken ist jedoch, dass der Preis im Jahr 2014 zum ersten Mal eine Tendenz nach unten hatte und zeigt, dass der Strompreis durchaus auch leicht sinken kann. Nachdem es im Jahre 2015 ebenfalls etwas günstiger wurde, zog der Strompreis 2016 sowie 2017 wieder leicht an.

Ökostrom ist in der Produktion noch deutlich teurer als Strom zum Beispiel aus herkömmlichen Energieträgern wie Kohle oder der Atomkraft zu produzieren. Der Aufschlag, der für die erneuerbaren Energien fällig wird, muss von den Verbrauchern getragen werden.

Welche Rolle spielt das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) bei der Entwicklung der Strompreise?

Im Jahr 2000 wurde das EEG ins Leben gerufen. Seitdem hat Strom aus Wind- und Solarenergie eine besondere Bedeutung in der Stromerzeugung in Deutschland. Der Anteil an Strom aus erneuerbaren Quellen ist in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen. Im Jahr 2013 wurde bereits 23% des Stroms, der in Deutschland genutzt wurde, aus erneuerbaren Energiequellen produziert. Das Erneuerbare-Energien-Gesetz hat natürlich einen Einfluss auf die entsprechende Entwicklung der Strompreise. Der Anteil der regenerativen Energieträger am gesamten Strom in Deutschland soll in den kommenden Jahren weiter steigen. Das bedeutet, dass bis zum Jahr 2025 mindestens 40% des Stroms in Deutschland aus erneuerbaren Energieträgern kommen soll. In den darauf folgenden Jahren soll der Anteil weiter steigen, so dass bald über die Hälfte des Stroms in Deutschland aus erneuerbaren Energien stammen soll.

  • Stromanteil erneuerbarer Energien wird 2025 mind. 40% ausmachen
  • Anteil erneuerbarer Energien wird im Strommix weiter steigen
  • Solaranlagen erhalten Zusage der Stromkonzerne, dass ihr Strom abgenommen wird

Je mehr Strom aus erneuerbaren Energieträgern gewonnen wird und entsprechend in den Strommix einfließt, umso höher sind auch die daraus resultierenden Stromkosten. Der Strom, der aus Windenergie sowie aus Solarenergie erzeugt wird, kann preislich mit dem Strom aus Kohle sowie Gas oder Kernkraftwerken nicht konkurrieren. Die Betreiber von z.B. Solaranlagen erhalten feste Vergütungen durch das EEG für die Erzeugung von Strom, den sie in das Netz einspeisen. Diese liegen jedoch deutlich über den Kosten, die durch die Erzeugung des Stroms verursacht werden. Gleichzeitig gibt es für die Betreiber von Solaranlagen eine feste Zusage, dass der Strom durch die Betreiber der Netze abgenommen wird. Dies führt unter dem Strich dazu, dass die Preise für Strom weiter steigen werden, da in den kommenden Jahren der Einsatz der erneuerbaren Energieträger ebenfalls steigen wird.

Welche Prognose gibt es für die Strompreise in Deutschland?

Es ist davon auszugehen, dass die Strompreise in Deutschland in den kommenden Jahren weiter steigen werden. Bedingt durch die Energiewende und durch den Ausstieg aus der Atomenergie wird dafür gesorgt, dass in Deutschland vor allem in den südlichen Bundesländern weniger Strom erzeugt wird, als es einst bedingt durch viele Atomkraftwerke der Fall gewesen war. Ein großer Teil des Stroms, der durch erneuerbare Energieträger wie den Wind erzeugt wird, kommt inzwischen aus Norddeutschland. Hier gibt es zahlreiche Windparks – auf dem Festland sowie auch in der Nordsee.

Der Strom aus den erneuerbaren Energieträgern ist deutlich teurer als der frühere günstige Atomstrom. Dies dürfte auch in den kommenden Jahren dazu beitragen, dass die Preise für Strom in Deutschland weiter steigen werden. Fakt ist, dass die Energiewende zwar ihren Preis hat, jedoch langfristig die Umwelt und auch die Menschen davon profitieren dürften.

  • Strompreise werden durch das EEG mittelfristig weiter steigen
  • Strom aus erneuerbaren Energieträgern ist teurer als herkömmliche Stromerzeugung
  • Die Preise für z.B. Solarmodule sinken, langfristig könnte Strom dadurch günstiger werden

Sollte es dazu kommen, dass der Strom aus erneuerbaren Energieträgern günstiger produziert werden kann und zum Beispiel immer mehr Haushalte auf Solarstrom umsteigen, ist es denkbar, dass der Strompreis irgendwann wieder fällt. Bis diese Entwicklung in Deutschland einsetzt, ist es jedoch denkbar, dass noch 10 bis 20 Jahre vergehen.

Wer sich die Preise für Solarmodule anschaut, wird feststellen, dass diese in den vergangenen Jahren in Deutschland deutlich gesunken sind. Darüber hinaus ist die Leistungsfähigkeit der Solarmodule stark gestiegen. Auch die Lebensdauer einzelner Module ist inzwischen höher, als es noch vor 10 bis 15 Jahren der Fall gewesen ist. Bedingt dadurch, dass massiv in Photovoltaik und andere erneuerbare Energien investiert wird, sollte die Produktion von Strom aus erneuerbaren Energieträgern langfristig günstiger werden.

Bildquelle: vchal – 618634256 / Shutterstock.com

Der Weg zur eigenen Solaranlage – Wie funktioniert’s?

Kaum hat uns der Frühling die ersten Sonnentage beschert erreichen die Redaktion von energie-news schon wieder die ersten Mails, in denen wir nach Informationen, Tipps und Anbietern zum Thema Solaranlagen gefragt werden. Verständlich, schließlich macht eigens produzierter Solarstrom zu einem gewissen Grad unabhängig von externen Stromanbietern – und damit auch wesentlich indifferenter gegen Strompreiserhöhungen.

Mit einem Mythos, der angesichts der vielen Mails zu diesem Thema wohl weit verbreitet ist, sei aber gleich zu Beginn aufgeräumt: Die Installation einer eigenen Solaranlage bedeutet keineswegs, dass man von nun an 100% autark leben kann und von Stromproduzenten unabhängig ist. Aufgrund der schwankenden Leistungen sowie der vergleichsweise geringen Speichermöglichkeiten von Ökostrom, kann rund ein Drittel des Eigenstrombedarfs gedeckt werden. Der zu Leistungsspitzen überschüssige Strom wird aber direkt wieder ins Netz eingespeist und bringt eine attraktive Vergütung für jede kWh. Diese ist im Rahmen des EEG für die nächsten 20 Jahre festgelegt und liefert Besitzern einer Solaranlage damit eine beständige Einnahmequelle.

Wie funktioniert die Integration einer Solanlage nun aber in concreto? Da es kaum möglich ist hier einen einheitlichen Plan zur eigenen Solaranlage zu beschreiben, sei das Ganze am Beispiel von Conergy, einem bekannten Anbieter von Solaranlagen exemplifiziert. Bei Interesse an einer Solaranlage informiert Conergy auf seiner Webseite und im persönlichen Gespräch über relevante Details und vermittelt zuverlässige Partner in der Nähe Ihres Wohnorts. Planung und Installation werden einem somit von Spezialisten aus der Hand genommen – das gilt selbstverständlich auch für andere seriöse Anbieter. Praktisch: Möchte man sich über Kosten und spätere Erträge der eigenen Solaranlage informieren oder schlicht die Solaranlage auf dem eigenen Dach visualisiert haben, bietet Conergy mit dem „Conergizer“ ein Tool an, das genau dies ermöglicht und eine grafische Darstellung des Aufbaus bietet sowie eine individuelle Wirtschaftlichkeitsberechnung durchführt. Der Weg zur eigenen Solaranlage ist also nicht so schwer wie viele Skeptiker vielleicht denken mögen.

Solarstromanteil im Energiemix steigt rapide an

Trotz der gekürzten Förderungen der Bundesregierung scheinen viele Menschen noch zu erkennen, dass Investitionen in erneuerbare Energie eine gute Sache sind, mit der man sich den eigenen Geldbeutel füllen und die Umwelt schonen kann. Wie rasant das Wachstum des Beitrags von Photovoltaik Anlagen zur Stromerzeugung ist, zeigt ein Blick auf den Vergleich des Jahrs 2011 und des ersten Halbjahrs 2012. Noch im letzten Jahr lag der Anteil der solar erzeugten Energie bei drei Prozent. Nun konnten 4,5 Prozent erzielt werden, was natürlich zum Teil auch daran liegt, dass das Frühjahr 2012 viele Sonnenstunden mitgebracht hat.

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