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Zuschüsse zur nachhaltigen Energieversorgung des BAFA

Förderung der nachhaltigen Energieversorgung

Die Energiewende erzielt zunehmend größere Erfolge, erneuerbare Energie wird in Deutschland immer beliebter. Das merkt auch das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA). Aus diesem Grund fördert es bestimmte Projekte aus dem Bereich Energieeffizienz und nachhaltige Energieversorgung. Welche das sind und wie Sie einen Zuschuss erhalten können, erfahren Sie in diesem Artikel.

Mit nachhaltiger Energieversorgung können Sie dauerhaft sparen. Bildquelle: PhotographyByMK – 108705386 / Shutterstock.com

 

Die Fördermaßnahmen des BAFA sind Investitionszuschüsse. Je nach Maßnahme können zusätzliche Zuschüsse genehmigt werden, zum Beispiel ein Gebäudeeffizienzbonus oder ein Optimierungsbonus. Die Höhe des Zuschusses ist abhängig von der Art und dem Umfang der errichteten oder erweiterten Anlage.

Fördermaßnahmen des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle

Das BAFA möchte dazu anregen, auf nachhaltige Energien umzusteigen. Aus diesem Grund werden Förderungsmaßnahmen angeboten. Sollten Sie folgende Anlagen errichten oder erweitern wollen, können Sie einen Zuschuss beantragen:

  • Solarkollektoranlagen
  • Effiziente Wärmepumpen
  • Biomassenanlagen
  • Nahwärmenetze, welche mit der Wärme aus erneuerbaren Energien gespeist werden
  • Anlagen zur Nutzung der Tiefengeothermie

Außerdem werden innovative Technologien zur Kälteerzeugung und Wärmeerzeugung aus erneuerbaren Energien in Deutschland gefördert sowie Maßnahmen zur Visualisierung des Ertrags von erneuerbaren Energien. Für bestimmte Anlagen können Sie einen Zuschuss auf Basis des Anreizprogramms Energieeffizienz (APEE) erhalten.

Im Folgenden erfahren Sie, welche Voraussetzungen Sie für die Antragsstellung erfüllen müssen und wie die Antragsstellung abläuft.

Voraussetzungen für die Förderung durch das BAFA

Sie möchten etwas ändern und ab sofort auf nachhaltige Energien setzen? Dann können Sie hier nachlesen, ob Sie die Voraussetzungen für eine Förderung durch das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle erfüllen.

Antragsberechtigte Personen müssen Pächter, Eigentümer oder Mieter des Grundstücks oder Gebäudes sein, auf oder in dem die entsprechende Anlage errichtet oder erweitert werden soll. Zudem müssen die Richtlinien zu den Grenzwerten und entsprechenden technischen Bestimmungen eingehalten werden.

Die Anlage, ob neu errichtet oder erweitert, muss überwiegend zur Wärmebereitstellung oder Kältebereitstellung innerhalb von Deutschland genutzt werden. Zudem muss sie mindestens sieben Jahre lang diesem Zweck entsprechend betrieben werden.

Das BAFA fördert keine Anlagen in Neubauten. Das ersetzte, errichtete oder erweiterte System zur nachhaltigen Energieversorgung muss zur Antragsstellung mindestens seit zwei Jahren in Betrieb sein. Zudem werden folgende Anlagen ebenfalls nicht gefördert:

  • Eigenbauanlagen
  • Prototypen
  • Gebrauchte Anlagen
  • Anlagen mit wesentlich gebrauchten Teilen

Wie stelle ich einen Antrag zur Förderung?

Um einen Antrag zur Förderung Ihrer zu errichtenden oder erweiternden Anlage zur nachhaltigen Energieversorgung zu stellen, ist vor allem wichtig zu wissen, dass Sie diesen vor Beginn der entsprechenden Maßnahmen stellen müssen. Die Antragsstellung erfolgt ausschließlich online. Wenn Sie Interesse an einer Förderung haben oder sich generell über nachhaltige Energieversorgung und das Einsparen von Energie erkundigen möchten, ist es sinnvoll, eine Energieberatung aufzusuchen.

Anreizprogramm Energieeffizienz (APEE)

Wurden die Fördermaßnahmen für den Bau oder die Erweiterung Ihrer Anlage zur nachhaltigen Energieversorgung genehmigt, können Sie auf Basis des APEE zusätzliche Zuschüsse beantragen. Dieses Programm fördert den Wechsel zu modernen Heizsystemen auf Basis erneuerbarer Energien.

Die Höhe des Zuschusses durch das Anreizprogramm Energieeffizienz ist abhängig, von der Höhe des Förder-Zuschusses des Marktanreizprogrammes. Für die Ersetzung oder Modernisierung einer ineffizienten Altanlage erhalten Sie einen Betrag von 20% des im für die Installation der neuen Anlage bewilligten Gesamtförderbetrags im Rahmen des Marktanreizprogrammes. Sie erhalten keine zusätzliche Förderung in Form von Zuschüssen für gleichzeitig durchgeführte Maßnahmen zur Optimierung. Allerdings kann Ihnen ein einmaliger Zuschuss in Höhe von 600€ gewährt werden. Diesen erhalten Sie für die Umsetzung aller Maßnahmen, die nötig sind, um die Energieeffizienz des gesamten Heizungssystems zu verbessern.

Förder-Voraussetzungen für das Anreizprogramm Energieeffizienz

Die wohl wichtigste Voraussetzung für diesen Antrag ist, dass Sie bereits einen Antrag zur Förderung von Maßnahmen zur Nutzung erneuerbarer Energien im Wärmemarkt gestellt haben und Ihnen ein Zuschuss nach dem Marktanreizprogramm bewilligt wurde. Wie Sie diesen Antrag stellen, haben wir oben ausgeführt.

Weitere Voraussetzungen sind:

  • Die zu ersetzende oder zu modernisierende Heizungsanlage wurde auf Basis fossiler Energien betrieben.
  • Es wurde keine Brennwerttechnik oder Brennstoffzellentechnologie genutzt.
  • Es liegt kein Fall einer gesetzlichen Austauschpflicht der Anlage vor.
  • Zusätzlich zum Austausch bzw. der Modernisierung der alten Anlage muss das gesamte Heizsystem optimiert werden. Dazu gehört nicht nur eine Bestandsaufnahme sowie Analyse des IST-Zustands nach den vorgeschriebenen Standards, sondern auch die Durchführung des hydraulischen Abgleichs sowie die Umsetzung aller erforderlichen Maßnahmen zur Verbesserung der Energieeffizienz des gesamten Heizungssystems.
  • Die Anlage wurde nach dem 1. Januar 2016 in Betrieb genommen.
  • Der Förderantrag im Rahmen des Marktanreizprogramm wurde beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle nach dem 1. Januar 2016 gestellt.
  • Als ineffiziente Altanlagen gelten auch Elektrospeicherheizungen.

Antragsstellung für den APEE-Bonus

Den Bonus des Anreizprogramms Energieeffizienz können Sie, bei Interesse und falls Sie die Voraussetzungen erfüllen, mit dem Verwendungsnachweis (Biomasse, Solarthermie oder Wärmepumpe) sowie im Rahmen der elektronischen Verwendungsnachweiserklärung beantragen. Für den Antrag gibt es kein separates Formular, das Sie ausfüllen müssen.

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