Schlagwort-Archive: Elektromobilität

Japanische Autobauer wollen Ladeinfrastruktur in ihrem Land ausbauen

Die japanischen Autobauer Toyota, Nissan, Mitsubishi und Honda wollen die Ladeinfrastruktur für Elektroautos in Japan weiter ausbauen. Um schneller voranzukommen, schlossen die Automobilhersteller ein entsprechendes Bündnis. Dank einem neu gegründeten Förderprogramm können Betreiber von Elektrotankstellen künftig mit bis zu 12.000 Euro an Zuschüssen rechnen.

© Petair - Fotolia.com
© Petair – Fotolia.com

Nicht nur Deutschland hat in Sachen Elektromobilität ehrgeizige Ziele, sondern auch andere Länder machen diesbezüglich ihre Ambitionen geltend. Ein neues Bündnis der japanischen Autobauer Toyota, Nissan, Mitsubishi und Honda etwa dürfte die Verbreitung der Elektromobilität in dem asiatischen Land massiv vorantreiben.

So beinhaltet die Zusammenarbeit der Autobauer etwa ein gemeinsames Förderprogramm, aus dem schon im kommenden Jahr Betreiber von Elektrotankstellen Zuschüsse beantragen können. Mit bis zu 12.000 Euro Unterstützung können Betreiber rechnen. Bedingung für die Unterstützung ist allerdings das Bauen der Stromtankstellen an öffentlichen Plätzen wie etwa Einkaufszentren.

Das Ziel der Autobauer ist es in Japan eine flächendeckende Ladeinfrastruktur zu errichten, denn nur das Vorhandensein einer entsprechenden Infrastruktur – auch außerhalb der Ballungszentren – ist letztlich ein schlagendes Verkaufsargument für Elektroautos. Elektroautos werden bislang von vielen potenziellen Käufern noch skeptisch beäugt. Neben der noch unzureichend ausgebauten Ladeinfrastruktur in vielen Ländern sind hierfür vor allem der vergleichsweise hohe Anschaffungspreis und die schweren Elektrobatterien verantwortlich.

Elektroautobauer Fisker wechselt den Besitzer

Seit mehr als einem Jahr hatte der Bauer von exklusiven Elektroautos Fisker mit starken finanziellen Schwierigkeiten zu kämpfen, die schließlich zur Insolvenz führten. Es entbrannte ein Bieterwettstreit um den E-Autobauer, der jetzt zu Gunsten des Hongkonger Milliardärs Richard Li entschieden wurde. Für 300 Millionen US-Dollar übernimmt dieser den E-Autobauer Fisker.

© Petair - Fotolia.com
© Petair – Fotolia.com

Eigentlich hatte der Elektroautobauer Fisker mit seiner Plug-In-Hybrid-Limousine Fisker Karma einen echten Publikumsliebling geschaffen. Trotz der Popularität des Wagens gelang es Fisker allerdings nicht schwarze Zahlen zu schreiben. Firmengründer Henrik Fisker wurde daraufhin vorgeworfen sich zu wenig um die Vermarktung des exklusiven Wagens gekümmert zu haben. Im März 2013 warf Fisker schließlich das Handtuch und verließ das Unternehmen.

In Folge der Insolvenz schrieb das US-Energieministeriums, das versucht hatte den insolventen Autobauer mit 170 Millionen US-Dollar zu unterstützen, die dieser nicht mehr zurückzahlen konnte, einen Bieterwettstreit aus. Vor allem chinesische Firmen, aber auch ein deutsches Unternehmen, zeigten sich interessiert an dem E-Autobauer. Wie Reuters berichtet geht Fisker nun für 300 Millionen US-Dollar an den Hongkonger Milliardär Richard Li. Dieser will mit Fisker sein Engagement auf dem amerikanischen und dem europäischen Markt ausbauen.

Li plant offenbar den Firmengründer Henrik Fisker wieder zurück ins Unternehmen zu holen, um von dessen Expertise zu profitieren. Richard Li ist der Sohn des Hongkonger Milliardärs Li Ka-Shing, dessen Vermögen auf rund 31 Milliarden US-Dollar geschätzt wird und der damit der achtreichste Mann der Welt ist.

Energiekonzerne bremsen Ausbau der Ladepunkte für Elektroautos

Deutsche Energiekonzerne wie RWE wollen deutlich weniger Strom-Tankstellen für Elektrofahrzeuge installieren als ursprünglich geplant. Grund ist die sehr langsame Verbreitung von Elektroautos in Europa. Bislang fahren nur rund 7000 Elektroautos auf deutschen Straßen. Zudem nutzen die meisten Fahrer von Elektroautos hauptsächlich Ladestationen in der eigenen Garage.

© Petair - Fotolia.com
© Petair – Fotolia.com

Dass die Verbreitung von Elektrofahrzeugen in Deutschland wesentlich schleppender voran geht als erwartet, ist längst kein Geheimnis mehr. Nun reagieren die großen Energiekonzerne wie RWE und drosseln den Ausbau der Ladepunkte für Elektroautos. So sagte Marcus Groll, der Leiter des Bereichs Vertrieb Elektromobilität bei RWE, gegenüber dem Handelsblatt: „Wir haben das Tempo etwas gedrosselt, weil sich der Markt langsamer entwickelt hat.“

Aktuell unterhält RWE in Europa rund 2700 Ladestationen für Elektrofahrzeuge, 1700 davon alleine in Deutschland. Die Auslastung der Ladesäulen ist angesichts der geringen Zahl an Elektroautos allerdings denkbar gering. So waren Anfang des Jahres gerade mal rund 7000 Elektroautos in Deutschland registriert. Hierzu heißt es bei RWE: „An der Ladeinfrastruktur liegt es in Deutschland nicht. Jetzt müssen größere Stückzahlen an E-Autos her, damit die Auslastung ansteigt.“ Hinzu kommt, dass viele Elektroautobesitzer ihre Batterien in der eigenen Garage laden und die bestehende Ladeinfrastruktur kaum nutzen.

Trotz der aktuell sehr langsamen Verbreitung der Elektromobilität hält die Bundesregierung weiterhin an ihrem Ziel fest bis 2020 eine Million Elektroautos auf deutschen Straßen zu haben. Anschaffungs-Prämien für die vergleichsweise teuren E-Autos sind allerdings nicht in Planung. Auch BMW glaubt weiterhin an den Erfolg der Elektromobilität. Ab November wird das Elektroautos BMW i3 zu kaufen sein. Es bleibt abzuwarten, ob es BMW gelingt die momentan vorherrschende Zurückhaltung der Deutschen im Bereich E-Mobilität zu durchbrechen.

Tesla Model S ist meistverkauftes Auto in Norwegen

Das neue, seit kurzem auch in Europa erhältliche, Elektroauto Tesla Modell S hat in Norwegen einen Traumstart hingelegt. In der Statistik der Neuzulassungen von Anfang August bis Mitte September rangiert das sportliche Elektroauto derzeit auf Platz 1. Tesla Motors ist einer der sehr wenigen Anbieter, die rein elektrische Premiumlimousinen produzieren.

© Petair - Fotolia.com
© Petair – Fotolia.com

Der US-amerikanische Autobauer Tesla Motors gilt in vielerlei Hinsicht als Vorreiter der E-Mobilität. So hat es das Unternehmen dank zahlreicher Innovationen nicht nur geschafft einen rein elektrisch betriebenen Sportwagen sowie eine Elektrolimousine auf den Markt zu bringen, sondern auch noch das Image der E-Mobilität deutlich aufzubessern. Nicht nur in den USA hat sich Tesla – auf den Spuren von Apple – zu einer Lifestyle-Marke entwickelt, sondern auch in Europa nimmt die Beliebtheit der Modelle aus dem Hause Tesla Motors kontinuierlich zu.

Bestes Beispiel ist Norwegen. Mit der Einführung des Tesla Model S in Europa hat sich das Elektroauto in Norwegen von Anfang August bis Ende September sogar zu dem meistverkauften Modell gemausert. Die Zahl der Neuzulassungen im genannten Zeitraum lag bei 322. Das entspricht einem Marktanteil von etwa 6,2 Prozent.

Auch in anderen europäischen Ländern legte das Tesla Model S einen vielversprechenden Start hin. In Deutschland ist die Käuferschaft des Elektroautos bislang allerdings noch überschaubar. Innovative Hersteller von Elektroautos wie Tesla Motors lassen dennoch hoffen, dass die Wende zur Elektromobilität schneller als gedacht vollzogen werden könnte. Im November wird auch der neue BMW i3 auf den Markt kommen. Man darf gespannt sein wie sich dessen Absatzzahlen speziell in Deutschland entwickeln werden.

Elektromobilität: Strom aus der Straßenlaterne

Bis 2020 sollen nach Plänen der Bundesregierung eine Million Elektroautos auf deutschen Straßen fahren. Ein ehrgeiziges Ziel, dem nicht zuletzt auch die kaum ausgebaute Infrastruktur an Ladestationen, entgegen steht. Die vor kurzem gegründete Berliner Firma Ubitricity hat jedoch ein Konzept, das den Ausbau der Ladestationen erleichtern soll. Der Strom soll künftig einfach aus den Straßenlaternen kommen.

© Petair - Fotolia.com
© Petair – Fotolia.com

Das Ziel der Bundesregierung bis 2020 einen Anteil von einer Million Elektroautos auf deutschen Straßen zu haben, erscheint derzeit immer unwahrscheinlicher. Auch eine kürzlich veröffentlichte Studie des DLR bietet in diesem Zusammenhang wenig Anlass zur Hoffnung. Ein großes Hindernis bei der Verbreitung von Elektroautos ist unter anderem die schlechte Ladesituation in Deutschland. Aktuell gibt es noch kaum Ladestationen und für eine entsprechend flächendeckende Infrastruktur würden Investitionen von rund 750 Millionen Euro fällig – ein Betrag den bislang niemand wirklich aufbringen möchte.

Glaubt man dem jungen Berliner Unternehmen Ubitricity, dann könnte der Ausbau des Ladenetzes aber auch wesentlich einfacher vonstattengehen. So haben die beiden Gründer Knut Hechtfischer und Frank Pawlitschek ein Ladesystem entwickelt, das die Errichtung von teuren Ladestationen überflüssig machen würde. Das Ladesystem, das unter anderem kürzlich auf der IAA vorgestellt wurde, erlaubt es gewöhnliche Straßenlaternen zu Ladestationen umzufunktionieren. Derzeit laufen noch letzte Tests, schon bis Jahresende sollen allerdings die ersten 100 Berliner Straßenlaternen mit Steckdosen versehen werden und damit zu günstigen Ladestationen werden.

Während der Bau einer herkömmlichen Ladestation rund 10.000 Euro kostet, können Straßenlaternen schon für rund 300 Euro zu Ladestationen umfunktioniert werden. Durchaus möglich also, dass mit diesem innovativen Konzept die Errichtung teurer Ladestationen für Elektroautos bald überflüssig wird.

Studie: 1 Million Elektroautos bis 2020 in optimistischem Szenario möglich

Wie aus einer Studie des Fraunhofer Instituts für System- und Innovationsforschung (ISI) hervorgeht sind die Pläne der Bundesregierung bis 2020 eine Million Elektroautos auf deutschen Straßen zu haben nicht unmöglich. Es handelt sich dabei allerdings um ein sehr optimistisches Szenario, das von gering steigenden Strompreisen und einem stark steigenden Benzinpreis ausgeht.

© Petair - Fotolia.com
© Petair – Fotolia.com

Anders als eine kürzlich vom DLR durchgeführte Studie, schließt eine neue Studie des Fraunhofer Instituts für System- und Innovationsforschung (ISI) eine Verwirklichung des ehrgeizigen Ziels der Bundesregierung bis 2020 einen Anteil von einer Million Elektroautos auf deutschen Straßen zu haben, nicht mehr kategorisch aus. In einem optimistischen Szenario sei dieser Wert durchaus möglich.

Die ISI-Forscher gehen bei diesem optimistischen Szenario allerdings davon aus, dass der Strompreis für Privathaushalte nur unerheblich zulegt, der Benzin- und Dieselpreis bis 2020 aber deutlich steigt. So geht man in diesem Szenario von einem Benzin-Preisanstieg auf rund 1,79 Euro pro Liter aus. Aktuell liegen die durchschnittlichen Preisen bei rund 1,56 Euro pro Liter. Nur bei einem vergleichbaren Preisanstieg würden sich Elektroautos gegenüber herkömmlichen Antrieben lohnen. Anderenfalls seien die Hürden wie ein hoher Anschaffungspreis, kurze Reichweiten und lange Ladezeiten zu groß, sodass sich die Elektromobilität nur schwer durchsetzen können wird.

Steigt der Strompreis dagegen um ein höheres Maß und hält sich der Benzinpreis in etwa auf dem aktuellen Niveau, dann prognostizieren die Forscher eine wesentlich geringere Zahl an Elektroautos bis 2020. In diesem Szenario würden lediglich rund 150.000 bis 200.000 E-Fahrzeuge auf deutschen Straßen fahren. Die Studie des Fraunhofer Instituts für System- und Innovationsforschung (ISI) wurde im Auftrag der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften und der Nationalen Plattform Elektromobilität durchgeführt.

DLR-Studie: Eine Million Elektroautos bis 2020 unerreichbar?

Nach einer aktuellen Studie des DLR soll die Zahl der reinen Elektroautos bis 2020 längst nicht so hoch ausfallen wie bislang erwartet. Die überwiegende Mehrzahl der Fahrzeuge soll nach wie vor mit Benzin und Diesel als Energieträger fahren. Das erklärte Ziel der Bundesregierung bis 2020 auf einen Anteil von einer Million Elektroautos in Deutschland zu kommen würde damit weit verfehlt werden.

© Petair - Fotolia.com
© Petair – Fotolia.com

Laut einer aktuellen Studie des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) wird der Ausbau der Elektromobilität auch zukünftig schleppend vorangehen. Die Analyse der Automobillandschaft und der gegebenen Infrastruktur führt das DLR zu dem Ergebnis, dass auch 2020 Diesel und Bezin bei der überwiegenden Mehrzahl der Fahrzeuge weiterhin als Energieträger genutzt werde. Die Effizienz der Verbrennungsmotoren dürfte aber deutlich zunehmen. Diese Prognose steht damit in starkem Widerspruch zu den Zielen der Bundesregierung, die bis 2020 eine Million Elektroautos in Deutschland haben möchte – ein Ziel an dem nach wie vor festgehalten wird.

Grund für die schleppende Verbreitung der Elektromobilität sind noch immer vorhandene Hürden, die sich nur langsam beseitigen lassen werden. Ein großes Manko von Elektrofahrzeugen sind etwa deren noch immer geringe Reichweite, der hohe Anschaffungspreis, die schweren Batterien und die langen Ladezeiten. Hinzu kommt, dass auch die Infrastruktur an Schnellladesäulen noch kaum ausgebaut ist. Eine entsprechende, flächendeckende Infrastruktur dürfte auch in den nächsten Jahren noch nicht gegeben sein.

Grund zum Optimismus liefert dagegen die Automobilindustrie, die teilweise verstärkt in die E-Mobilität investiert. So verzeichnet der US-amerikanische Hersteller Tesla beispielsweise stark steigende Absätze und auch BMW gibt sich hinsichtlich des Marktstarts des Elektroautos BMW i3 im November 2013 optimistisch.

Start der Elektrorundfahrt eRuda

Am Samstag startete Deutschlands größte reine Elektroautofahrt eRuda. Bis zum Sonntag fahren im Rahmen der eRuda Elektrofahrzeuge unterschiedlichsten Typ rund um den Ammersee. Die insgesamt 27 Teams mit über 100 Elektrofahrzeugen müssen dabei eine Reihe von Sonderprüfungen absolvieren.

Bis zum Sonntag findet rund um den Ammersee noch die Elektrorundfahrt eRuda statt. Mehr als 100 Elektrofahrzeuge verschiedenen Typs nehmen an der Rundfahrt teil und absolvieren verschiedene Sonderprüfungen, die sich von Punkten wie Reichweite bis hin zur Alltagstauglichkeit der E-Mobile erstreckt. Die Teilnahmeliste reicht von E-Bikes und E-Rollern über Elektroautos, Plugin-Hybride bis hin zu großen Elektro-LKW. Insgesamt nehmen 27 Teams an der Rundfahrt teil, die sich aus über 100 Elektrofahrzeugen rekrutieren.

Die eRuda findet zum ersten Mal statt. Die Zahl der Teilnehmer und Besucher ist so groß, dass es sich aber gleichzeitig um die größte derartige Veranstaltung Deutschlands handelt. Ziel der eRuda ist es in erster Linie mehr Akzeptanz für die Elektromobilität zu schaffen. So erreicht die eRuda einerseits zahlreiche Zuschauer, die nicht nur aus den umliegenden Ortschaften, sondern aus ganz Deutschland anreisen. Andererseits werden auch zahlreiche Journalisten erwartet, die über das Event berichten. So haben etwa viele Teilnehmer noch freie Beifahrerplätze zur Verfügung, die sie Journalisten zur Verfügung stellen.

Nissan setzt seine Händler unter Druck

Für die Elektromobilität setzt Nissan auf rabiate Methoden. 15 deutschen Händlern wurde der Vertrag bis zum 31. Dezember 2014 gekündigt, weil diese nicht den Nissan Leaf in ihr Fahrzeugangebot aufnehmen wollten. Dafür wurde eine Zusatzvereinbarung von Nissan vorgelegt, doch die Händler weigerten sich diese zu unterschreiben.
Nissan setzt seine Händler unter Druck weiterlesen