Stromanbieter-Wechsel? Nein Danke?! Wieso eigentlich?


Wer Stromanbieter online vergleicht, kann bares Geld sparen.

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Wissen Sie bei welchem Stromanbieter Sie sind? Mit welche „Art von Strom“ Sie beliefert werden? Was die Kilowattstunde Sie kostet? Nein? Dann gehören Sie vermutlich zu jenen 70% der Privathaushalte in Deutschland, die ihren Stromanbieter noch nie gewechselt haben.Der Mensch ist ein Gewohnheitstier, solange alles läuft wie es soll besteht grundsätzlich kein Anlass etwas zu verändern. Der Optimierungsgedanke spielt für viele Menschen nur eine untergeordnete Rolle, vor allem wenn es um ein Grundbedürfnis wie die Energieversorgung geht. Obwohl die Angst gerade beim Stromanbieter-Wechsel vollkommen unberechtigt ist.
Oftmals ist ein Anbieterwechsel eine Angelegenheit von max. 15 Minuten und kann ganz bequem online mit wenigen Mausklicks durchgeführt werden. Auch Verbraucherschützer raten Preise zu vergleichen und den Anbieter zu wechseln, denn mit dem Stromanbieterwechsel können Verbraucher bares Geld sparen, die Umwelt schonen und für mehr Wettbewerb im Strommarkt sorgen. Der Bundesverband der Verbraucherzentralen zeigte sogar in einer eigens angelegten Kampagne wie schnell und risikolos ein Wechsel möglich ist.

Vorbereitung ist die halbe Miete

Doch der Wechsel sollte nicht über das Knie gebrochen werden, ausreichende Information ist das A und O. Das fängt in der Regel damit an, dass man sich als Stromkunde ausreichend Zeit nehmen sollte und sich zunächst mal selbst analysiert bzw. hinterfragt was man eigentlich möchte und bereit ist dafür auszugeben. Das klingt im ersten Moment vielleicht zu banal/einfach, ist aber ein entscheidender Faktor bei der erfolgreichen Suche und beim späteren Wechsel.

Grünstrom, Graustrom, beides oder egal? Immer mehr Anbieter bieten mittlerweile die Möglichkeit, in der Regel gegen einen entsprechenden Aufpreis, 100% Strom aus Erneuerbaren Quellen zu beziehen, z.B. Wind oder Wasser. Das macht den Strom qualitativ nicht besser, aber damit können Kunden einen aktiven Beitrag zum Umwelt- bzw. Klimaschutz beitragen.
Auch sollte man sich die Frage stellen wie man seine Stromrechnung bezahlen möchte, monatlich? Vierteljährlich? Per Vorkasse? Nahezu sämtliche Variationen sind mittlerweile möglich. Welche Konsequenzen solch eine Entscheidung haben kann zeigen z.B. die Negativ-Beispiele Teldafax und Flexstrom. Beide Stromanbieter mussten Insolvenz anmelden, beide Stromanbieter lockten Kunden mit günstigen Preisen und beide Stromanbieter verlangten dafür Vorkasse, ein Jahr im Voraus. Das Ende der Geschichte ist bekannt, die geprellten Kunden haben nichts mehr von den vermeintlich günstigen Tarifen und erhalten aus der Insolvenzmasse, wenn überhaupt, nur einen minimalen Anteil ihrer Vorauszahlung zurück.

Industriekunden zeigen wie es geht

Blickt man auf die Wechselrate der Industriekunden, wird man schnell feststellen wie lukrativ einen Stromanbieterwechsel sein kann. Oder wieso sonst hat seit 2000 nahezu jeder Industriekunde mindestens einmal seinen Stromlieferanten gewechselt?

Die Rechnung dabei ist ganz einfach, Strom/Energie sind für Unternehmen variable Kosten die in Abhängigkeit Ihrer eigenen Leistung entsprechend höher oder geringer ausfallen. Gerade bei der verarbeitenden Industrie, sprich Anlagenbauern etc., spielen die Stromkosten eine entscheidende Rolle. Jeder Euro den man bei den Betriebskosten für Energie sparen kann muss nicht mehr zusätzlich verdient werden bzw. steigert den Umsatz und letztendlich den Gewinn.

Das erstaunlichste Dabei ist aber die Tatsache, dass die Angst durch den Wechselvorgang eine Stromunterbrechung zu erleben ist faktisch nicht vorhandenen. Ein Stromausfall am Band von Daimler oder BMW dürfte wohl deutlich mehr (wirtschaftlichen) Schaden verursachen, als ein Stromausfall eines Privathaushaltes. Doch weshalb ist die Angst der Privatkunden um ein x-faches höher?

Das verrückteste an dieser Situation ist der Umstand, dass selbst bei einer Strompreiserhöhung die wenigsten Kunden ihren Anbieter wechseln. Wenn ein Stromanbieter eine Preiserhöhung ankündigt, haben Kunden immer ein Sonderkündigungsrecht und damit die Möglichkeit zum Stromanbieterwechsel.

Fragen ist Goldwert

Doch auch wenn der Entschluss gefallen ist den Stromanbieter zu wechseln und man (ganz genau) weiß was man möchte, sollten man sich nicht zu naiv auf die Suche begeben. In der Regel erfolgt dies online über eines von zahlreichen Vergleichs-Portalen. Was viele jedoch nicht wissen, zahlreiche Portale bieten Stromanbietern die Möglichkeit bei den Suchergebnissen gegen Bezahlung unter den Top 3-Ergebnissen zu landen, unabhängig davon ob das Angebot preislich bzw. im Gesamtpaket dieses Ranking verdient hat.
Wie so oft im Leben sollte man sich nicht scheuen andere um Rat zu fragen, Arbeitskollegen, Freunde oder Familie. Einfach mal nachfragen wer welchen Anbieter nutzt und wie die Erfahrungen mit diesem sind. Weitere Wechselmöglichkeiten gibt es auf www.stromrechner-24.de.