Steigendes Interesse für E-Fahrzeuge bei Kommunen

admin 11. November 2012 0


Obwohl E-Mobilität ein immer größeres Thema in den Medien ist, ist sie dennoch noch nicht so weit in der Bevölkerung verbreitet und die meisten Vorzeigeprojekte befinden sich noch in der Anfangsphase. Aus einer neuen Richtung kommt ein überraschender Schritt zur Förderung der E-Mobilität: Die Kommunen. Im Bundesverband eMobilität (BEM) sind zunehmend Anfragen für das Leasen für E-Fahrzeuge von Kommunen eingegangen. Den progressiven Schritt verhindert jedoch momentan die Regelung des Beschaffungswesens, welche die Anschaffung von E-Mobilen sehr teuer macht.

Doch dies könnte sich bald ändern. Laut Experten hat die Bundesregierung bis Herbst vor, eine Änderung der Ein-Prozent-Versteuerung für Elektrofahrzeuge durchzunehmen. Dies würde dazu führen, dass nur noch das Chassis versteuert werden müsste und somit den Einsatz von E-Mobilen als Dienstfahrzeuge um einiges begünstigen würde. Weiteren Aufwind erhalten E-Mobile durch den verstärkten Preisanstieg von Kraftstoffen. Bei einem momentanen Preis von fast 1,70 Euro für den Liter Super in manchen Orten, wird der Nutzen von  E-Mobile attraktiver.

Neben der gesetzlichen Lage ist ein weiteres Hindernis der E-Mobilität die Verfügbarkeit von E-Mobilen selbst. Neben dem langsamen Anlaufen der deutschen E-Mobil Produktion stemmen sich auch einige Bundesländer gegen den Einkauf von ausländischen Fahrzeugen. Während Länder wie Baden-Württemberg und Berlin bereits ein OK für den Kauf von ausländischen Fabrikaten gegeben haben, schieben andere Bundesländer wie Bayern und Niedersachsen einen Riegel davor und warten auf die Fahrzeuge „made in Germany“, was zu einer Verlangsamung des Prozesses führt.