Solarstreit: Kompromiss zwischen China und der EU bahnt sich an

admin 25. Juli 2013 0


Zwischen China und der EU könnte es zu einem Kompromiss bezüglich des anhaltenden Solarstreits kommen. Brüssel hatte bereits in den letzten Monaten Strafzölle auf chinesische Solarmodule verhängt, um die einheimische Industrie gegen die von chinesischen Firmen zu Dumpingpreisen verkauften Solarmodule zu schützen.

Im Solarstreit bahnt sich ein Kompromiss zwischen der EU und China an. Nach Informationen des Handelsblattes erwägt Brüssel derzeit chinesischen Firmen den Export von Solarmodulen mit einer Leistung von 7 Gigawatt in die EU zu erlauben. Alle weiteren Exporte würden dagegen einem Antidumpingzoll von 47,6 Prozent unterliegen. Zudem muss bei allen Verkäufen ein Mindestpreis von 57 Cent pro Watt eingehalten werden.

Einem von einigen Kritikern der Strafzölle befürchtetem Handelskrieg mit China könnte man mittels dieses Kompromisses aus dem Weg gehen. Auch für einige angeschlagene chinesische Solarfirmen dürfte die Entschärfung der beschlossenen Antidumpingzölle eine deutliche Verminderung des derzeitigen Finanzdrucks bedeuten. Europäische Hersteller von Solarmodulen, die ursprünglich die Einführung der Zölle gefordert hatten, äußerten sich jedoch bereits kritisch zu dem Kompromissvorschlag. Milan Nitzschke, der Chef der Initiative „EU Prosun“, die die Antidumpingklage gegen China eingereicht hatte, kündigte bereits Widerstand an. Gegenüber dem Handelsblatt sagte er: „Wir bereiten deshalb eine Klage beim Europäischen Gerichtshof gegen den Kompromiss vor.“