Solaranlagen und andere alternative Energiequellen auf dem Vormarsch

admin 9. April 2018 0


Zwei Ingenieure in Schutzwesten und Schutzhelmen reden miteinander und gehen an einer langen Reihe von Solarpanels vorbei.

Stockholm: Solartechnik gehört zu den beliebtesten alternativen und sauberen Stromerzeugern. Quelle: FrameStockFootages – 640433365 / Shutterstock.com

Auch wenn ihnen noch ein langer Entwicklungsweg bevorsteht, sind alternative Energien inzwischen sehr populär. Insbesondere Solaranlagen sind bei Privatverbrauchern und Hausbesitzern gefragter denn je. Es gibt aber auch zahlreiche weitere Möglichkeiten, um sauberen Ökostrom zu beziehen.

Der Bundesverband Solarwirtschaft (BSW Solar) hat gute Nachrichten zu vermelden: Das Interesse an alternativen Energiequellen wächst. Immer mehr Deutsche registrieren Solaranlagen. Zu den Gründen gehören unter anderem die sinkenden Preise von Photovoltaikanlagen. Außerdem sind Solarstromspeicher eine weitere praktischere Lösung, um Energie für die Nacht zu speichern und machen Solaranlagen umso attraktiver. Selbst herkömmliche Stromanbieter erstellen immer mehr Projekte im Rahmen der erneuerbaren Energien. ENTEGA Heizstrom-Anbieter finanzieren z.B. Waldschutzprojekte, damit die CO2-Emissionen ausgeglichen werden können. Darüber hinaus finden Verbraucher hier:

  • Ökostrom aus rein regenerativen Energiequellen
  • Tarifrechner, die den günstigsten Tarif heraussuchen
  • Einen simplen Wechsel des Stromanbieters
Der Ausbau von Windkraftanlagen an Wasser und an Land sowie von Solaranlagen erhält immer mehr Zuspruch.

Statistik: Befürwortung und Ablehnung des Ausbaus von Solar- und Windkraftanlagen. Quelle: IASS

Wo wird Photovoltaik genutzt?

Zu Beginn wurde die Solartechnik hauptsächlich bei der Raumfahrt verwendet. Insbesondere für Satelliten stellt die Sonne eine ergiebige Energiequelle dar. Die Kosten für Solaranlagen waren zunächst allerdings sehr hoch und deswegen für den Alltag eher unbrauchbar bzw. kaum erschwinglich. Im Laufe der Zeit wurde die Technologie wirtschaftlich jedoch immer sinnvoller. Vor allem für Privatverbraucher stellen Solaranlagen eine reizvolle Alternative oder Ergänzung zum normalen Strom- und Energiebezug dar. Schon längst werden Solarzellen für die kleinsten Technologien wie Taschenrechner oder Armbanduhren sowie für aufwendigere Zwecke wie die Stromabdeckung und das Heizen von Häusern eingesetzt.

Wie Photovoltaik funktioniert

Um den Energiebedarf für einen ganzen Haushalt zu decken, reicht natürlich nicht nur eine Solarzelle aus, es müssen mehrere zusammengefügt werden. Dabei werden in der Regel folgende Arten von Solarmodulen angeboten, die wiederum unterschiedlich aufgebaut sind:

Modulart Wie es funktioniert
Monokristalline Solarmodule  

Einer Siliziumschmelze werden einkristalline Stäbe entzogen und in dünne Scheiben, sogenannte „Wafer“, geschnitten. Diese Solarzellen werden miteinander verbunden, so dass sie ein Solarmodul ergeben. Die monokristallinen Module sind in ihrer Herstellung sehr aufwendig, allerdings sind sie auch äußerst leistungsstark.

 

Polykristalline Module  

Sind weniger rein und weniger leistungsstark als monokristalline Solarmodule und deswegen auch etwas günstiger. Aus Silizium wird ein Block gegossen und anschließend abgekühlt. Aus der unregelmäßigen Kristallstruktur werden wiederum Scheiben geschnitten und zu einem Solarmodul vernetzt.

 

Dünnschicht-Module  

Eine Siliziumschicht wird auf einem Trägermaterial angebracht. Diese Module sind von allen anderen am einfachsten herzustellen und dementsprechend günstig. Da es sich im Grunde um keine rein kristalline Struktur handelt, sind die Module auch weniger effektiv in der Energieerzeugung.

 

Tabelle: Die unterschiedlichen Strukturen der Solarzellen bzw. Solarmodule haben Auswirkungen auf die Leistungsstärke des Solarmoduls. Insbesondere kristalline und reine Silizium-Strukturen sind bei der Energie- und Stromproduktion förderlich.

Wie funktioniert ein Solarspeicher?

Besonders Besitzer eine privaten Solaranlagen, sind daran interessiert, den erzeugten Strom zu speichern. Hierzu stell ein Steuerungselement fest, ob der Verbraucher gerade Strom benötigt. Falls der Strom nicht benötigt wird, wird er gespeichert. Ist der Solarspeicher voll, speist das Steuerungselement den Strom ins Stromnetz ein. Solarstromspeicher sind mit großen Batterien auf Lithium-Basis zu vergleichen. Je größer der Haushalt ist, der mit Solarstrom betrieben werden soll, desto größer sollte auch der Solarspeicher sein, damit auch Abends, also wenn die Sonne nicht scheint, noch genügend Energie vorhanden ist.

Was für erneuerbare Energien gibt es noch?

Solaranlagen gehören zu den bekanntesten regenerativen Energiequellen. Allerdings existierten noch einige weitere Möglichkeiten, um auf eine umweltschonende Weise für die Stromversorgung in Deutschland zu sorgen. Dazu gehören:

Windkraft erzeugt immer noch die meiste alternative Energie in Deutschland. Der Strom, der aus Windrädern gewonnen wird, ist längst nicht mehr so teuer, wie es einst der Fall war, unter anderem weil die Anlagen nicht mehr so stark subventioniert werden müssen. Eine weitere sehr umweltfreundliche Technologie stellt die Wasserkraft dar. Mittlerweile wird 27 Prozent des weltweiten Strombedarfs durch Wasserkraft abgedeckt. Eine Turbine wandelt hierbei die natürliche Bewegungskraft eines fließenden Gewässers in elektrischen Strom um. Biomasse wie Holz, Stroh, Getreide oder Gülle dient ebenfalls als veritable und emissionsarme Alternative bei der Stromproduktion. Die Energie entsteht bei der Verbrennung oder durch die Gärung.

Bildquelle: FrameStockFootages  – 640433365 / Shutterstock.com


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