Siemens zieht sich aus der Solarbranche zurück

admin 23. Oktober 2012 0


Infolge des  kommenden Sparprogramms hat Siemens beschlossen sich aus der Solartechnik zurückzuziehen. Die zuvor 2009 ausgelöste Euphorie über die Zukunft der Solarenergie, nach dem Kauf der israelischen Solarfirma Solel Solar Systems, ist nun getrübt mit dem geplanten Verkauf des Geschäfts. Die Abteilung Solar & Hydro, welche aufgelöst werden soll, besaß zuletzt 800 Mitarbeiter, davon 200 in Deutschland. Sie erzielte im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Gewinn im niedrigen dreistelligen Bereich.

Das Unternehmen hatte sich vor allem auf die Technik der Solarthermie spezialisiert. Hierbei wird durch Sonnenstrahlen Wasser erhitzt und verdampft. Der so gewonnene Wasserdampf wird genutzt um Turbinen anzutreiben, welche wiederum Strom produzieren. In der Photovoltaik hingegen, wird direkt aus Sonnenenergie Strom erzeugt, der direkt ins Netz eingespeist werden kann. Trotz der momentanen schlechten Marktlage in der Photovoltaik-Industrie, wird der Markt in Zukunft wachsen. Der Markt für Solarthermie hingegen hat weniger gute Aussichten.

Siemens musste eine 50-prozentige Wertberichtigung für das 418 Millionen teure Unternehmen vornehmen. Solel macht mehr Verluste als Umsatz und verwies im letzten Jahresbericht den Konzern hin, dass im Solargeschäft Verluste eingefahren wurden. Siemens möchte sich zukünftig bei regenerativen Energien komplett auf Wind- und Wasserkraft konzentrieren. Vor allem mit Windkraft liegt Siemens gut im Geschäft. Mit fast sechs Prozent aller Windkraftanlagen weltweit ist Siemens auf Platz neun der Weltrangliste.