Shell stoppt Ölbohrungen in der Arktis

admin 2. März 2013 0


Das britisch-niederländische Öl-Unternehmen Shell hat angekündigt, seine bisherigen Ölbohrungen in der Arktis zu stoppen. Der Konzern will dieses Jahr keine Bohrungen mehr durchführen und die Zeit während der Pause nutzen, um “Ausrüstung und Pläne für eine Wiederaufnahme der Arbeiten zu einem späteren Zeitpunkt vorzubereiten”, so das Unternehmen.

Anfang Februar hatte Shell angekündigt, bis zu 33 Milliarden Euro für die Erkundung von Öl- und Gasfeldern zu investieren. Der Konzern wollte hierbei auch in umstrittenen Regionen wie Alaska und Nigeria nach Ressourcen suchen. Der Stopp kommt nicht überraschend. In diesem Jahr musste das Öl-Unternehmen schon einige Rückschläge verbuchen, die ihm reichlich schlechte Publicity bescherten. Anfang des Jahres lief die Bohrinsel Kullukin der Nähe Alaskas auf Land auf. Desweiteren fiel vor kurzem das Bohrschiff “Noble Discoverer” bei einer technischen Inspektion der US-Küstenwache durch.

Beide Bohrer werden von der Umweltorganisation als “rostig” und “veraltet” bezeichnet. Zudem gab es mit dem Eisbrecher “Arctic Challenger” Probleme. Dieser sollte im Falle eines Lecks, eine Ölpest verhindern. “Wir haben einige Fortschritte in Alaska gemacht. Doch dies ist ein Langzeit-Projekt, dass wir auf eine sichere und wohlüberlegte Weise fortsetzen möchten”, erklärte Shell-Präsident Marvin Odum in der Pressemitteilung.

In der Arktis liegen enorme Öl- und Gasvorkommen. Dies macht die Region für internationale Unternehmen interessant, welche die Ressourcen dort fördern möchten. Umweltschützer befürchten jedoch, dass durch die Bohrungen immense Umweltschäden verursacht werden könnten, die das  empfindliche Ökosystem beschädigen würden. Umweltschützer protestieren mit Aktionen gegen die möglichen Öl-Projekte in der Arktis und alleine auf der Webseite http://www.savethearctic.org/ haben bereits mehr als 2,5 Millionen Menschen unterschrieben.