Sekundärrohstoffe – die heimliche Stütze der Energiewende

admin 4. Juli 2013 0


Die deutsche Energiewende stützt sich nicht nur auf den Ausbau erneuerbarer Energien oder die Elektromobilität. Auch der Energieeffizienz kommt eine bedeutende Rolle im Kampf um Nachhaltigkeit und schädliche Klimagase zu. Eine wichtige Säule einer nachhaltigen Energiewirtschaft stellen sogenannte Sekundärrohstoffe dar, die durch Wiederaufbereitung aus Abfällen gewonnen wurden.

Mit dem Begriff Recycling dürfte heute jeder etwas anfangen dürfen, bei dem Wort „Sekundärrohstoffe“ dürften einige dagegen schon ins Grübeln kommen. Ein Missverständnis sei daher an dieser Stelle schon einmal aus der Welt geschafft: Hinter dem Begriff Sekundärrohstoff steckt kein kompliziertes Fachkonstrukt aus der Industriesprache, für das besonderes Fachwissen von Nöten wäre. Sekundärrohstoffe entstehen schlicht aus dem Prozess der Wiederaufbereitung von Abfällen, der uns als Recycling geläufig ist.

Das Recycling umfasst dabei nicht nur die Bereiche Papier, Glas und Haushaltsabfälle, sondern findet auch in der Industrie eine weitreichende Anwendung. Verschiedene Unternehmen wie etwa Steag Powerminerals haben sich darauf spezialisiert Sekundärrohstoffe aus der Industrie nutzbar zu machen. Bestes Beispiel hierfür dürfte die sogenannte Flugasche sein. Bei Flugasche handelt es sich um partikelförmige Rückstände, die bei der Verbrennung von Braun- oder Steinkohle entstehen. Diese Rückstände werden jährliche zu vielen Tonnen in den Filteranlagen großer Kohlekraftwerke (vor allem Steinkohlekraftwerke) gesammelt und finden beispielsweise in der Bauindustrie als Rohstoff für Zement und Beton Verwendung.

Auch die Rückstände klimaschädlicher Kohlekraftwerke können folglich im Rahmen des Recyclings genutzt werden – ein Prozess der nicht zuletzt mit zu einer nachhaltigeren Energiegewinnung, einer größeren Unabhängigkeit von Rohstoffen und einer Steigerung der Energieeffizienz beiträgt. Auch die Energiewende, die man zunächst nicht mit dem Wort Sekundärrohstoff verbindet, ist in hohem Maße auf die billige Weiterverwendung und Nutzbarmachung von (Industrie)-Abfällen angewiesen.


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