Sachsen setzt sich reduzierte Ziele bei erneuerbaren Energien

admin 13. März 2013 0


Die sächsische Regierung hat sich eine neue Leitlinie für den Ausbau der regenerativen Energien gesetzt. Das Kabinett legte die Ziele für die nächsten Jahre fest, die aber im Vergleich zu der vorhergegangenen selbstgesetzten Vorgaben heruntergeschraubt wurden. „Die Energieversorgung muss sicher, umweltverträglich und wirtschaftlich sein. Für die Bürger und Unternehmen stehen bezahlbare Energiepreise an erster Stelle”, sagte der sächsische Wirtschaftsminister Sven Morlok.

In Zukunft soll auch weiterhin ein Energie-Mix für die Stromversorgung verwendet werden. Es soll hierbei aber der Anteil von Strom aus Wärme-Kraft-Kopplung erhöht werden, um die Energieproduktivität zu steigern. Zudem soll der Endenergieverbrauch in den Haushalten in den kommenden Jahren um 15 Prozent gesenkt werden. In den nächsten zehn Jahren will Sachsen seinen Bruttostromverbrauch zu 28 Prozent aus erneuerbaren Quellen decken. Es waren vorher 33 Prozent geplant.

Desweiteren ist auch eine Minderung des CO2-Haushalts im Programm festgelegt. Hierbei sollen die Emissionen in Gewerbe, Handel, Dienstleistungen, Haushalten und Verkehr bis 2020 gegenüber 2009 um 25 Prozent gesenkt werden. Es soll auch ein landesweites Klimamonitoring eingeführt werden, um den Einfluss des Klimawandels zu dokumentieren und ihn sachsenweit zu analysieren. Grund für die Herabsenkung des vorher gesetzten Ziels von 33 Prozent auf 28 Prozent ist die sinkende Akzeptanz von Windkraft in Sachsen. So soll zukünftig beim Bau von Windkrafträdern in Sachsen, die lokale Akzeptanz eine hohe Priorität erhalten.