RWE legt Kraftwerke still

admin 26. August 2013 0


Vojtech Soukup - Fotolia.com

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Die konventionelle Energieerzeugung gerät in Deutschland immer mehr unter Druck. Vor allem die großen vier Energieversorger verfügen über ein entsprechendes Portfolio an Kohlekraftwerke die in dem aktuellen Marktdesign nicht rentabel betrieben werden können. RWE möchte nun Kraftwerke mangels Wirtschaftlichkeit stilllegen.

Die konventionelle Stromerzeugung macht dem zweitgrößten Energieversorgungsunternehmen in Deutschland, RWE, immer stärker zu schaffen. Im ersten Halbjahr 2013 ist das Ergebnis der Kraftwerksparte um über 60 Prozent eingebrochen. Wegen dieses  Ergebniseinbruchs plant der Konzern nun mehrere Kraftwerksstilllegungen.  Laut Finanzvorstand Bernhard Günther, der sich in einer Telefonkonferenz zum Halbjahresergebnis dazu äußerte, hat sich RWE dazu entschlossen Anlagen mit einer Leistung von insgesamt 3.100 MW in Deutschland und den Niederlanden vom Netz zu nehmen. Darunter fallen das niederländische Kohlekraftwerk Amer 8 (610 MW), das endgültig stillgelegt wird, sowie einzelne deutsche Gasblöcke in Nordrhein-Westfalen (Weisweiler: 540 MW und Gersteinwerk: 710 MW), die langfristig konserviert werden. In der Sommerpause gehen die Gasblöcke Emsland B und C vom Netz, zudem werden drei Lieferverträge mit Steinkohlekraftwerken mit einer Gesamtleistung von 1.170 MW gekündigt.

Wie RWE die Einbußen im Kraftwerksgeschäft zukünftig auffangen will, ist noch unklar. Günther betonte jedoch, dass man bereits aktiv sei.

“Wir arbeiten an vielen neuen Ideen und es ist uns klar, dass es die eine große Lösung nicht geben kann”

Im Fokus soll dabei vor allem die Windkraft zu Land als auch zu See stehen, dies soll vor allem in Zusammenarbeit mit Partnern erfolgen.


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