Rückgang der Photovoltaik-Neuinstallationen in Europa?

admin 14. Juni 2013 0


Eine Studie des US-Beratungshauses IHS warnt vor einem Rückgang der Photovoltaik-Neuinstallationen in Europa. Grund hierfür sind die Anfang Juni eingeführten Strafzölle gegen chinesische Solarmodule, die einem Preisdumping entgegen wirken und den europäischen Solarmarkt schützen sollen.

Die Anfang Juni eingeführten Strafzölle auf chinesische Solarmodule sind nach wie vor hoch umstritten. So hatten sich 17 der 27 Mitgliedsstaaten der EU gegen entsprechende Maßnahmen ausgesprochen – nicht zuletzt auch um einem möglichen Handelskrieg mit China aus dem Weg zu gehen. Grund für die Einführung der Strafzölle, die im August noch einmal deutlich erhöht werden könnten, war die unverhältnismäßig starke Förderung Chinas der einheimischen Solarindustrie, die es dieser ermöglicht Photovoltaik-Module zu Dumping-Preisen zu verkaufen.

Um den europäischen Solarsektor zu schützen, sollte diesem Preisdumping Einhalt geboten werden. Laut einer Studie des US-Beratungshauses IHS könnte dies nun allerdings nach hinten losgehen. So könnte die Zahl der Photovoltaik-Neuinstallationen, bedingt durch die Strafzölle und dem Wegfall weiterer Anreizsysteme, in Europa 2013 um 33 Prozent sinken. Auch in Deutschland wird sich diese Entwicklung bemerkbar machen.

Weltweit steigt die Zahl der Photovoltaik-Neuinstallationen aber weiterhin rasant an, nicht zuletzt weil der asiatische Markt und speziell China verstärkt auf Solarenergie setzen. Aber auch in zahlreichen Entwicklungs- und Schwellenländern nimmt der Photovoltaik-Sektor eine immer bedeutendere Rolle ein.


Comments are closed.