Rekorde der Wasserkraft – eine kleine Übersicht

admin 21. Juni 2012 0


Ein Blick auf die von der ICOLD geführte Liste zeigt, dass es in Deutschland gleich mehr als 300 so genannte „große Talsperren“ gibt, von denen aber nicht alle als Potential für regenerative Energien genutzt werden. Ein erheblicher Teil von ihnen dient bisher der reinen Trinkwasserversorgung.

Von der Kronenlänge her, hält der Almühlsee den deutschen Rekord. Die Dammkrone bringt es auf die stolze Länge von 12.500 Metern. Sie ist eine knappe Stunde Autofahrt von Nürnberg entfernt und wird als Naherholungsgebiet genutzt. Das Speicherbecken Borna ist im südlichen Sachsen zu finden und weist eine Kronenlänge von 6.500 Metern auf. Auch hier ist eine Nutzung als Naherholungsgebiet in Vorbereitung. Regenerative Energie wir hier leider ebenfalls nicht gewonnen. Das ist auch an der Bleilochtalsperre nicht der Fall, die mit 215 Millionen Kubikmetern den deutschen Rekord beim Stauvolumen hält.

 

Allein daraus wird deutlich, welches Potential Deutschland noch hat, weitere regenerative Energien gewinnen zu können. Lediglich ein reichliches Drittel der in Deutschland vorhandenen Talsperren wird bisher zur Stromgewinnung aus Wasserkraft genutzt. Eine Ursache dafür ist, dass sich nicht jeder Standort dazu eignet. Ein Beispiel dafür ist der Stausee Borna. Dabei handelt es sich um ein geflutetes Tagebaurestloch, dessen Abfluss nicht genug Schwung mitbringt, um dass sich hier ein Wasserkraftwerk lohnen würde. Dafür findet man gleich im Osten davon eines der größten Solarkraftwerke Deutschlands und wer sich in Richtung Nordwesten begibt, kommt am Kraftwerk Lippendorf vorbei, das als eines der modernsten Kohlekraftwerke der Welt gilt. Laut Angaben der Betreiber soll aus den Schloten tatsächlich nur noch reiner Wasserdampf entweichen.