Rekorde bei der Wasserkraft in Deutschland

admin 21. Juni 2012 0


Mit einer Kraftwerksleistung von bis zu 5,5 Megawatt ordnet sich die Rappbodetalsperre nicht auf dem Spitzenplatz bei der Wasserkraft ein. Aber sie hält einen anderen Rekord. Sie besitzt die höchste Staumauer, die bei einem deutschen Wasserkraftwerk gebaut worden ist. Und das sind stolze 106 Meter, auf die man von der Dammkrone herunter schauen kann. Die Dammkrone weist eine Länge von 415 Metern auf.

Als die Rappbodetalsperre Mitte des 20. Jahrhunderts gebaut wurde, hatte man nicht in erster Linie erneuerbare Energien im Blickpunkt. Damals ging es vor allem darum, die Trinkwasserversorgung für Städte wie Bernburg, Halberstadt und Aschersleben sicher zu stellen. Sogar Teile von Halle und Leipzig werden mit Trinkwasser aus der Rappbodetalsperre versorgt. Auch sollte der Hochwasserschutz am Lauf der Bode damit gewährleistet werden.

 

Heute zeigt das System der Rappbodetalsperre, wie intensiv die Wasserkraft genutzt werden kann. Es gibt hier nämlich noch fünf weitere Staustufen, die unterschiedliche Aufgaben haben. Sie könnten mit Turbinen nachgerüstet werden, um so noch mehr Strom zu gewinnen und dafür umweltfreundliche erneuerbare Energien zu nutzen.

 

Doch die Bode ist nicht nur an dieser Stelle ein Energielieferant. Schon unsere Ahnen erkannten, dass sich das Wasser nicht nur zum Waschen und Trinken eignet. Am Lauf der Bode finden sich auch einige Getreidemühlen, die von der Kraft des fließenden Wassers angetrieben wurden. Und dass das den Pflanzen und Tieren überhaupt nicht schadet, das sieht man, wenn man in der Nähe Urlaub macht. Und das ist nicht nur in Hotels und Pensionen, sondern auch als umweltfreundliches Camping an vielen Stellen möglich.