Proteste gegen Windradausbau in Bayern

admin 28. Juli 2013 1


In München protestierten am Samstag hunderte Windkraftgegner gegen den forcierten Ausbau der Windenergie in Bayern. Nach Ansicht der Demonstranten fügen sich die großen Windräder nicht natürlich in die Landschaft Bayerns und stellten darüber hinaus eine Gefahr für die Natur dar.

Die Windenergie ist neben der Solarkraft die wichtigste Stütze der deutschen Energiewende. Um die Ausbauzielen der Bundesregierung und der jeweiligen Landesregierungen zu erfüllen, wird der Bau von Windkrafträdern in Deutschland seit Jahren vorangetrieben. Wegen seiner Lage war der Ausbau der Windkraft in Bayern in den letzten Jahren jedoch schwierig. Während der Wind in höheren Lagen zu stark weht, bläst es in tieferen Lagen nicht stark genug. Größere und effizientere Windräder machen es seit kurzem jedoch möglich auch in Bayern effizient Windräder zu bauen.

Der verstärkte Windkraftausbau in Bayern rief jedoch auch diverse Kritiker auf den Plan, die in erster Linie Landschaftsschutz- und Naturschutz-Argumente gegen die rund 200 Meter hohen Windräder vorbringen. Erst vor einigen Wochen erklärte Ministerpräsident Horst Seehofer die Bedenken der Bürgerinitiativen zur Chefsache und startete eine Debatte über den Status und der Zukunft der Windenergie in Bayern – wohl nicht zuletzt aus wahltaktischen Gründen. Am Samstag demonstrierten in München jetzt hunderte Menschen gegen den Bau von neuen Windrädern. Zahlreiche Bürgerinitiativen und Organisationen hatten zu den Protesten aufgerufen.


  • Bernhard Fliedner

    Die Demo war ein großer Erfolg! Bei glühender Hitze marschierten ca. 500
    Teilnehmer von über 70 Bürgerinitiativen aus ganz Bayern vor die
    Bayerische Staatskanzlei und trafen dort in Vertretung von PM Seehofer
    auf Minister Spaenle. Hauptforderung war die Einführung der von Seehofer
    in Aussicht gestellten Abstandsregel “10x Höhe” und — bis zu deren
    Fixierung im Bayerischen Windkrafterlass — ein Moratorium für die
    laufenden Zulassungsverfahren. Damit soll verhindert werden, dass
    irreparable Fakten zu Lasten der Gesundheit der Bürger geschaffen
    werden. Bayern kann ohne weiteres, wie andere Bundesländer auch, eine
    eigene Abstandsregel definieren, ohne auf die Bundesratsmehrheit zu
    warten!
    Noch VOR DER WAHL erwarten die Bürger diesen Glaubwürdigkeitsbeweis der Staatsregierung.