Probleme beim Umstieg auf erneuerbare Energien

admin 13. Juni 2012 0


Die aktuell verfolgten Pläne des vollständigen Umstiegs auf erneuerbare Energien bringen auch einige Probleme mit sich. Und diese beziehen sich nicht nur darauf, dass im Moment noch die Transportkapazitäten im deutschen Leitungsnetz fehlen. Es wird auch zahlreiche Überbleibsel der Ausbeutung der fossilen Energieträger geben. Das sind nicht nur die Tagebaue selbst, sondern die zahlreichen Industrieanlagen, die rund um den Kohleabbau entstanden sind.

Nicht immer sind die Sprengung der Gebäude und die vollständige Beräumung der Gelände die beste Wahl. Es gibt durchaus auch zahlreiche Varianten, wie solche Anlagen durch eine Sanierung einer anderen Nutzung zugeführt werden kann. Ein Beispiel der positiven Art findet sich zwischen Borna und Altenburg, genauer gesagt im sächsischen Neukirchen.

 

Dort entstand aus den alten Gebäuden eine Diskothek mit drei Etagen, wo in den oberen beiden Ebenen, in denen es Technomusik und Ballermannparty gibt, das ursprüngliche Ambiente fast vollständig erhalten worden ist. Nur ein Problem hatte der Betreiber zu lösen: Die Gebäude waren sehr schlecht isoliert.

 

Ein Fachhändler für Zubehör für den Reitsport sowie ein Fitnessclub haben sich ebenfalls in den alten Gebäuden der Tagebauperipherie angesiedelt. In einem weiteren Gebäude ist eine Gaststätte entstanden, in der man sich in der Deko über die Geschichte der Kohleindustrie in der Region informieren kann. Sogar die alten Kauen der Bergleute sollten nicht ungenutzt bleiben. Dort bestand der Plan, sie in ein Motel für Trucker umzubauen. Dieser Plan wurde allerdings wieder fallen gelassen, nachdem die neue Schnellstraße zwischen Borna und Altenburg fertig gestellt worden ist.

 

Dieses Beispiel zeigt, dass man für den Umstieg auf erneuerbare Energien keine unansehnlichen Industrierestbauten befürchten müsste.