Photovoltaik in Deutschland – Auf die Region kommt es an

admin 18. Oktober 2012 0


Photovoltaik ist in Deutschland beliebt. Die Bundesrepublik gehört derzeit zu den Hauptabsatzmärkten und die Nachfrage steigt stetig an. Die Module selbst können auf jedem Dach platziert werden und auch große Freiflächen sind zur Produktion des Sonnenstroms geeignet. Photovoltaik-Anlagen sind daher im gesamten Bundesgebiet vertreten. Wie auf Seiten wie www.rechnerphotovoltaik.de erkennbar ist, sind allerdings nicht alle Gebiete in gleicher Weise zum Betrieb der Anlagen geeignet. Vielmehr können große Unterschiede ausgemacht werden.

Wichtig für den Betrieb der Anlage ist, dass möglichst viel Sonneneinstrahlung vorhanden ist. Die Einstrahlung ist dabei abhängig von der Tageszeit, von den Wetterbedingungen sowie von der Jahreszeit. Damit kann eine Anlage nicht immer mit der höchsten Ausbeute arbeiten. Vielmehr geht die maximale Produktionsmenge auch immer von den idealen Gegebenheiten aus, die in der Praxis allerdings nur selten erreicht werden. Die Region ist beispielsweise dafür ausschlaggebend, ob eine Anlage wirklich wirtschaftlich arbeitet. Nicht jede Region hat ständig die idealen Bedingungen, um Strom zu produzieren.

In Deutschland sind die Sonnenstunden recht ungleich verteilt. Während in den Weinanbaugebieten, beispielsweise in Baden-Württemberg, viele Sonnenstunden verzeichnet werden, ist in anderen Regionen, wie im Ruhrgebiet mit weniger Sonnenstunden zu rechnen. Und auch die Partikel in der Luft können für die Leistung ausschlaggebend sein. Ist die Luft stark verunreinigt, dann werden Sonnenstrahlen reflektiert, die dann die Einstrahlung verringern. Weniger Sonnenstunden bedeutet bei Solaranlagen auch immer, dass weniger Strom produziert wird, da die Leistung bei geringerer Einstrahlung nachlässt. Durch die Reflexionen von Sonnenstrahlen wird ebenfalls eine Mindereinstrahlung erzielt, sodass dadurch ebenfalls weniger Strom produziert wird. Es kommt daher stark auf die Region an, in der die Photovoltaik eingesetzt wird.

Auch im Verlauf des Tages verändern sich die Einstrahlungswerte. Die Sonne steht beispielsweise nicht immer gleich hoch am Himmel. Ideal ist, wenn die Sonnenstrahlen möglichst senkrecht auftreffen. Dies ist allerdings nicht immer der Fall. Morgens ist der Winkel der Einstrahlung wesentlich niedriger als in den Mittagsstunden. Auch am Abend ist der Einfallwinkel geringer als in den Mittagsstunden. Zugleich fällt das Licht nicht immer direkt auf die Flächen der Anlage, sondern in einem Winkel, der durch den Sonnenstand bestimmt wird. Hierdurch ergeben sich ebenfalls Probleme, die die Ausbeute verringern.

Gleiches gilt auch für die Jahreszeit. Während die Sonne im Sommer hoch steht und daher eine direkte Einstrahlung ermöglicht, steht sie im Winter sowie im Frühjahr und Herbst flacher über dem Horizont. Im Ergebnis ist die Ausbeute des Lichtes nicht optimal. Diese Umstände führen bereits dazu, dass die Anlagen nicht optimal arbeiten. Die realen Ausbeuten können daher nur ungefähr ermittelt werden, wenn die Berechnungen auf die Region bezogen werden. Das bedeutet in der Praxis, dass Werte wie die durchschnittliche Sonneneinstrahlung sowie der Einfallswinkel herausgefunden werden. Auf dieser Basis wird dann ermittelt, welche Strommenge produziert werden kann. Erst dann steht fest, wie groß die Anlage sein muss und ob sie überhaupt wirtschaftlich sinnvoll ist.