Photovoltaik im Trend und SolarWorld muss Mitarbeiter entlassen

admin 11. Juni 2012 0


SolarWorld ist einer der wichtigsten deutschen Hersteller von Photovoltaik Modulen, mit denen umweltfreundliche und erneuerbare Energien aus der Strahlung der Sonne genutzt werden können. Überall wird propagiert, dass die Energieerzeugung immer mehr in Richtung erneuerbare Energien verlagert werden muss. Und trotzdem muss das in Bonn ansässige Unternehmen 250 Mitarbeiter entlassen, was immerhin mehr als ein Zehntel der aktuell vorhandenen Belegschaft ausmacht.

SolarWorld startete 1988 und schrieb in den letzten beiden Jahrzehnten steigende Umsätze in seine Bilanzen. Das lag nicht zuletzt daran, dass sich SolarWorld bei der Photovoltaik Technik als Hersteller mit einem hohen Qualitätsanspruch einen guten Namen machen konnte. Das führte dazu, dass im Jahr 2010 eine neue Produktionsstätte in den USA, genauer gesagt in Hillsboro in Betrieb genommen wurde. Schon ein Jahr später wurde in Freiberg ein dritter Produktionsstandort eingeweiht.

 

Deshalb steht nun die Frage, wieso hier plötzlich Entlassungen notwendig sind, wenn die Nachfrage weltweit nach Photovoltaik Technik anhält. Die Antwort darauf ist in den sich verändernden Anbieterstrukturen auf dem Markt zu finden. Sie haben dazu geführt, dass das Unternehmen, nachdem 2010 noch ein Gewinn von 87,3 Millionen Euro verzeichnet wurde, im Jahr 2011 ein Verlust von knappen 300 Millionen Euro ausgewiesen wird.

 

In der Hauptsache sind es Anbieter von Technik für erneuerbare Energien, die aus Asien kommen. Sie haben nicht nur den deutschen Markt mit Photovoltaik Modulen zum Dumpingpreis überschwemmt. Viele Interessenten schauen leider nur auf den Preis und nicht darauf, welcher Service von den einzelnen Herstellern dazu angeboten wird. Doch auch hier wird ein Umdenken einsetzen, wenn es die ersten Probleme gegeben hat. Dann werden sich die potentiellen Kunden darauf besinnen, dass ein Anbieter in der Nähe die bessere Wahl ist.