Photovoltaik-Branche in Griechenland in Gefahr

admin 9. Oktober 2012 0


Die Photovoltaik-Branche in Griechenland steht vor dem Kollaps. Schon seit mehreren Monaten haben die Unternehmen die zugesagten Förderungen nicht erhalten. Die griechische Regierung plant nun eine Sonderabgabe für die Betreiber von Solaranlagen. Laut einer Aussage des Staatssekretärs des Ministeriums für Umwelt, Energie und Klimawandel, soll die Höhe der außerordentlichen Abgabe, die Rentabilität der Anlagen nicht gefährden.

Die griechische Regierung stößt hierbei auf großen Widerstand. Der Panhellenische Verband der Photovoltaik-Investoren droht, als Reaktion auf die Sonderabgabe, mit allen rechtlichen Mitteln auf EU-Ebene dagegen vorzugehen. Der Verband unterstellt dem Ministerium, dass die Sonderabgaben auf Photovoltaik in zweierlei Maßen gemessen werden. Da fossile Brennstoffe nicht besteuert werden, fordert der Verband, dass die Sonderabgabe auf alle Energiequellen erhoben werden soll. Da die regenerativen Energien schon von einem Zahlungsstopp betroffen sind, würde eine faire Verteilung der Abgaben, die Marktbedingungen für erneuerbare Energien weniger belasten. Der Zahlungsstopp laufe schon seit fünf Monaten und gefährde bereits etliche Projekte.

Um das Überleben der Branche und tausender damit verbundener Arbeitsplätze zu sichern, fordert der Verband der Erzeuger von Energie durch Photovoltaik umfangreiche politische Reformen.

Die 2010 gesetzten nationalen Zielvorgaben von Solaranlagen für 2020 sollen neu bestimmt werden. Ebenfalls wollen die Betreiber von regenerativen Energieanlagen die Regierung zu einer Bürgschaft bringen, um somit die bisherigen Angaben zur Einspeisung in die Netze zu korrigieren. Momentan deuten diese auf eine Netzsättigung hin.