Philipp Rösler zum Thema Energiewende

Sandra 31. Juli 2012 0


Der Bundesumweltminister muss sich bei der Durchsetzung seiner Ziele mit einigen Gegnern herum plagen. Dazu zählt allein schon aus Gründen der Logik der Boss im Wirtschaftsministerium, der die Interessen der Unternehmen vertreten muss. Sie spülen viel Geld in die Steuerkassen der Bundesregierung, wenn es ihnen gut geht. Und ihnen geht es nur dann gut, wenn sie nicht mit Kosten für gesetzlich vorgeschriebene Investitionen oder mit hohen Kosten für Energie belegt werden. Das heißt im Klartext, der Bundeswirtschaftsminister möchte die Unternehmen nicht zwingen, auf erneuerbare Energie umzustellen, sondern sie sollen es ganz allein aus eigener Motivation tun.

Für den deutschen Wirtschaftsminister müsste deshalb – rein theoretisch – der geplante Umstieg auf erneuerbare Energien ein Dorn im Auge sein. Philipp Rösler hat nämlich etwas erkannt: Wenn der Umstieg nicht schnell erfolgt, könnte Energie schon bald zu einem teuren Luxusgut für viele Unternehmen werden. An einer Stelle geht er mit der Meinung seines Kontrahenten in Person des Umweltministers Peter Altmaier nicht mit. Er möchte gesetzliche Reglementierungen beim Energieverbrauch vermeiden, die sich in Richtung einer Limitierung bewegen.

Auch dürfen die Energiewende und der Ausbau der Technik für erneuerbare Energie nach Auffassung des Bundesministers für Wirtschaft keine Arbeitsplätze kosten. Und das dürfte schwierig werden, wenn man einen Vergleich macht, wie viele Arbeitskräfte für ein Kohlekraftwerk und einen Windpark mit vergleichbarer Leistung benötigt werden. Bei dieser Bewertung sollte auch die Peripherie wie die für ein Kohlekraftwerk notwendigen Tagebaue mit einbezogen werden. Das ist neben der Umweltfreundlichkeit einer der Vorteile, die erneuerbare Energie mit sich bringt: Der Wartungs- und Betriebsaufwand solcher Kraftwerke ist sehr gering.