Öl-Bohrinsel “Kulluk” ist sicher im Hafen

admin 9. Januar 2013 0


Vor einer Woche lief die Shell-Bohrinsel “Kulluk vor der Küste Alaskas auf Land auf. Sie wurde von einem Schlepper im Zuge einer Wartung abgeschleppt, doch durch einen schweren Sturm wurde sie vom Schlepper getrennt. Die Bohrinsel hat nun ihren Trip nach Kiliuda-Bay, in einem Hafen der Kodiak-Inseln sicher überstanden. Bei der rund 12-stündigen Aktion, welche über eine Strecke von 50 Kilometern verlief, konnte kein Anzeichen von auslaufendem Öl entdeckt werden. Auf der 1983 gebauten Öl-Bohrinsel waren zur Zeit des Unfalls rund 570.000 Liter Diesel, Öl und Treibstoff gelagert.

Experten sollen nun klären, wie stark die Bohrinsel beschädigt wurde. An der Bergung waren mehr als 630 Menschen beteiligt. Shell wird die Kosten für die Bergung komplett übernehmen, die Höhe ist jedoch bisher noch nicht bekannt. Dieser Unfall ist für den Ölkonzern Shell ein schwerwiegendes Problem. Das Unternehmen steht jetzt bereits unter Druck, wegen seines 4,5 Milliarden Dollar teures Ölförderprogramms vor der Küste Alaskas. Bereits im Vorjahr brachte das Unternehmen Umweltschützer und Bewohner der Region gegen sich auf. Diese befürchten nämlich, dass Shell die Gefahr unterschätzt.

In dem Gebiet in dem die Bohrinsel auflief, leben neben Bären, auch zahlreiche Vogelarten und eine vom Aussterben bedrohte Seelöwenart.