Offshore-Windenergie Ausbau gerät ins Stocken

admin 11. Juli 2013 0


Die Ziele der Bundesregierung sind ehrgeizig. Bis 2020 sollen vor den Küsten Deutschlands Offshore Windparks mit einer Gesamtleistung von 10.000 Megawatt entstehen. Diese Vorgaben scheinen nach dem aktuellen Stand jedoch kaum erfüllbar, zu stockend geht der Ausbau voran.

Wie die „Zeit“ unter Verweis auf einen Projektbericht zur Energiewende für den Netzbetreiber Tennet berichtet, können bis 2023 lediglich Offshore-Anlagen mit einer Leistung von maximal 5.900 Megawatt installiert werden. Sogar ein wesentlich langsamerer Ausbau ist denkbar. Grund hierfür ist die zögerliche Finanzierung in entsprechende Projekte. Durch die Förderkürzungen von fast 3 Cent auf 13,95 Cent ab 2018 ist die Investition in Offshore Windparks für viele Unternehmen nicht mehr lukrativ.

Hinzu kommt, dass der Bau der riesigen Windparks auf dem Meer sehr zeit- und kostenintensiv ist. Allein um die Offshore Windparks ans Stromnetz anzuschließen sind neue Netzanschlüsse und ein massiver Netzausbau notwendig. Kritiker der Offshore Windenergie warnen schon seit längerem vor den immensen Kosten, die hiermit verbunden sind, zumal die Gefahr groß ist, dass der Netzausbau zu Lasten der Verbraucher geht. Sollte sich ein Ausbau der Offshore Windenergie auf eine Leistung von 10.000 Megawatt bis 2020 als unmöglich erweisen, dürften Verbraucher bereits in wenigen Jahren für die schon vorhandenen, aber ungenutzten Netzanschlüsse, zahlen müssen.


Comments are closed.