Österreichisches Außenhandelsbilanz-Defizit für Energie vergrößert sich auf 13 Milliarden Euro

admin 8. Juni 2013 0


Seit gut einem Jahrzehnt steigt das österreichische Außenhandelsbilanz-Defizit für Energie kontinuierlich an. Zwischen 2003 und 2012 wuchs das Defizit von 4,4 auf rund 12,8 Milliarden Euro. Das Energie Defizit bezieht sich vor allem auf die Bereiche Kohle, Gas, Erdöl und Strom.

Grund für das wachsende Außenhandelsbilanz-Defizit im Energiebereich sind die in den letzten Jahren gestiegenen Preise für Erdöl und Erdgas. Auch eine Steigerung der Energieeffizienz konnte dieser Entwicklung nicht entgegen wirken. Die gestiegenen Energiepreise wirken sich nicht zuletzt auch auf die österreichischen Verbraucher aus. Auch in diesem Jahr wird das Defizit voraussichtlich weiter steigen. Ohne die in Österreich stark ausgebauten regenerativen Energien wäre das Defizit sogar noch weitere 4 bis 5 Milliarden Euro größer.

Die österreichische Energiesituation ist nicht mit der Deutschlands zu vergleichen. So haben die erneuerbaren Energien in Österreich seit langem einen wesentlich bedeutenderen Status als in Deutschland. Atomenergie nutzt das Land nicht. Der größte Teil der österreichischen Energien wird aus regenerativen Quellen bezogen. Der Anteil der Erneuerbaren am österreichischen Energiebedarf liegt bei rund 31 Prozent. Um seinen gesamten Energiebedarf zu decken, ist Österreich aber auf Energieimporte angewiesen. Hierin liegt auch der Grund, dass Österreich wie die gesamte EU, von stark steigenden Strompreisen betroffen ist. In 12 Monaten stieg der österreichische Strompreis um mehr als 6 Prozent an. Nicht nur große Industrieanlagen, sondern auch private Verbraucher sind damit immer stärker von dieser Entwicklung betroffen. Noch ist europaweit kein Ende des Anstiegs der Energiepreise in Sicht, sodass die einzige Möglichkeit für Verbraucher zu sparen im Vergleich von Stromanbietern liegt. Weiter Informationen zu diesem Thema gibt es hier.


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