Norwegen setzt auf E-Mobilität

admin 22. Oktober 2012 0


In kaum einem Land auf der Welt wird E-Mobilität so stark gefördert wie in Norwegen. Obwohl das Königreich mit reichen Erdöl und Erdgas Vorkommen gesegnet ist, setzt es auf umweltschonende Elektromobile und fördert konsequent elektrisch angetriebene Fahrzeuge auf allen Ebenen.  Im September betrug der Marktanteil von Modellen mit Hybrid- und Elektroantrieb elf Prozent, alleine davon waren 8.000 Fahrzeug rein elektrisch angetrieben. In Oslo und Nordkap gehört Elektromobilität zum Alltag und Themen wie zu hohe Kosten, Reichweite und Lademöglichkeiten sind in Oslo und Umgebung kein Problem. Elektroautos wie der Nissan Leaf, Peugeot Ion oder Mitsubishi I-Miev, gehören zum normalen Verkehrsbild der norwegischen Hauptstadt.

Von Nissan wurden im September 2.000 Modelle des Leafs in Norwegen zugelassen, in Deutschland waren es vergleichsweise gerade mal 350 Stück. Das Königreich im Norden bietet für den Elektro-Pionier Nissan somit den idealen Markt.

In Oslo werden bis zum Ende des Jahres 500 öffentliche Ladestationen für Elektroautos vorhanden sein und jährlich soll diese Zahl um 100 weitere steigen. Dazu kommen noch die privat geförderten E-Tankstellen, die subventioniert werden, wenn sie öffentlich zugänglich sind. Ebenfalls werden bis Ende 2015 Schnellladestationen über ganz Norwegen verteilt, um das Problem der Fahrzeugreichweite zu bekämpfen. Bis 2020 sollen es insgesamt 1780 in ganz Norwegen sein.

Die Förderung der Elektromobile wird auch mit Hilfe extrem hoher Steuerlasten gefördert. Neuwagen werden je nach Größe, Gewicht und Umweltbelastung extra versteuert, was dazu führt das manche Fahrzeuge nahezu das Doppelte kosten können. Bei Elektrofahrzeugen entfällt diese Belastung, sodass ein Nissan Leaf für fast 3.000 Euro weniger erhältlich ist, als ein Volkswagen Golf.