Nordafrika setzt auf Solarenergie

admin 7. Oktober 2012 0


In Casablanca ging gerade eben die „PV Technology Conference“ zu Ende. Und sie kam zu einem interessanten Ergebnis. Die Experten schätzen ein, dass Nordafrika zu den wichtigsten Entwicklungsmärkten bei der Solarenergie gehören wird. Allein schon angesichts der klimatischen Bedingungen in der Region ist das eine sehr logische Schlussfolgerung. Sie ermöglicht einen enorm hohen Effizienzgrad der Photovoltaik-Anlagen, der so in Mittel- und Westeuropa gar nicht möglich wäre.

In welche Richtung die Entwicklung für erneuerbare Energien in der Region gehen könnte, das wird am Beispiel Marokko deutlich. Die marokkanische Regierung hat sich das Ziel gesteckt, mindestens 42 Prozent der im Land benötigten Energie aus erneuerbaren Quellen zu gewinnen. Der Solarenergie kommt dabei die größte Bedeutung zu. So sollen Solaranlagen allein eine Leistung von 2.000 Megawatt beisteuern. Allerdings orientiert man sich nicht an den in Europa üblichen Förderungen für Kleinanlagen, sondern will den Weg über punktuelle große Solarkraftwerke gehen. Die Organisation MASEN soll künftig für die Koordinierung zuständig sein.

Dass erneuerbare Energie in Nordafrika in der Zukunft eine große Rolle spielen muss, ist noch aus einem anderen Grund logisch. Dort befinden sich einige der so genannten „Schwellenländer“, deren Energiebedarf in den nächsten Jahren kräftig steigen wird. Ursache ist, dass die Wirtschaft dieser Länder ein kräftiges Wachstum verzeichnet. Auch werden immer mehr ländliche Regionen in das Netz eingebunden, wo es bisher noch keine Versorgung mit Strom gegeben hat. Das bewirkt wiederum eine Rückkopplung auf die Wirtschaft, weil die Nachfrage nach Elektrogeräten kräftig steigen wird. Damit forciert sich das Wachstum in diesen Ländern quasi selbst.