Nissan setzt seine Händler unter Druck

admin 25. Dezember 2012 0


Für die Elektromobilität setzt Nissan auf rabiate Methoden. 15 deutschen Händlern wurde der Vertrag bis zum 31. Dezember 2014 gekündigt, weil diese nicht den Nissan Leaf in ihr Fahrzeugangebot aufnehmen wollten. Dafür wurde eine Zusatzvereinbarung von Nissan vorgelegt, doch die Händler weigerten sich diese zu unterschreiben.

Geschäftsführer von Nissan Center Europe Vincent Wijnen versteht zwar, dass die Händler sich sträuben, dennoch ist dies kein Grund von der harten Linie abzuweichen. Der Nissan Leaf sei ein wichtiges Auto für Nissan und 15 von 222 Händlern seien verkraftbar, so Wijnen.

Der Nissan Leaf muss für Nissan zum Erfolg werden. Das japanische Autounternehmen hat bereits rund 4 Milliarden Euro in die Elektromobilität investiert. Zudem beginnt die Produktion des Leafs im April 2013 in Sunderland. Das Werk ist für eine Produktion von 50.000 Fahrzeugen jährlich ausgelegt. Problematisch wird es zudem noch, da im nächsten Jahr die deutschen Elektrofahrzeuge auf den Markt kommen und dem Leaf sicherlich Konkurrenz machen werden. Laut dem Kraftfahrtbundesamt sind zurzeit gerade einmal 75.000 E-Fahrzeuge registriert. Davon handelt es sich bei 421 Exemplaren um einen Nissan Leaf. Für die Bundesregierung ist dies auch ein Problem. Bis zum Jahr 2020 wird angestrebt, bis zu eine Millionen Elektrofahrzeuge auf den Straßen zu haben.