Neuer Rekord bei deutschem Stromexport

admin 13. November 2012 0


Im momentan laufenden Jahr hat der deutsche Stromexport neue Spitzen erreicht. Hauptgrund  hierfür ist der stetige Ausbau der regenerativen Energien in Deutschland. Insgesamt 12,3 Terawattstunden Strom flossen in den ersten drei Quartalen dieses Jahres über die Grenze. Dies entspricht einer Produktionsleistung von zwei Großkraftwerken, die konstant Strom erzeugen. Im Vergleich: Im Jahr 2011 importierte die Bundesrepublik 0,2 Terawattstunden Strom.

Zudem Betrug der Export im Jahr vor dem Atomausstieg (2010) vergleichsweise 8,8 Terawattstunden. Experten begründen den steigenden Export vor allem mit dem schnell wachsenden Ausbau der regenerativen Energien. Vor allem die großen Kraftwerkparks würden für die Exportschwemme sorgen. Die Überproduktion der Wind- und Solarkraftwerke führt zu sinkenden Preisen an der Strombörse. Laut Angaben des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) ist der Export in die Niederlande zuletzt extrem angestiegen. Der billige Strom aus Deutschland führt sogar dazu, dass niederländische Gaskraftwerk Besitzer oftmals ihre Kraftwerke herunterfahren.

Die Überproduktion und die Rekordwerte sind jedoch keine Garantie für mögliche Engpässe im Winter. Da die Überproduktion zum Großteil nicht gespeichert werden kann, ist es möglich, dass es an besonders kalten Tagen mit wenig Sonne und schwachem Wind zu einer geringen Produktion kommen kann. Deutschland ist darum weiterhin auf sogenannte Kaltreserven angewiesen, die unter anderem aus Kraftwerken in Österreich kommen.