Neue Tendenzen aus den USA: Obama will die Energiewende

Daniel Reissmann 12. Mai 2014 0


Wüsten, Küsten und große, weitflächige Felder. Kaum ein Land der Erde hat rein geographisch so gute Bedingungen für erneuerbare Energien wie die Vereinigten Staaten von Amerika. So könnte vor allem der Westen des Landes mit der geeigneten Infrastruktur und Umsetzung vollständig durch Solarenergie versorgt werden. Im Norden und der Mitte ist genügend Biomasse vorhanden, auch auf Basis von Grünschnitt sodass der umstrittene Energiepflanzenanbau vermieden werden könnte. Dennoch hat man in den vergangenen Jahren an den fossilen Brennstoffen festgehalten. Zuletzt machte die US-amerikanische Energiewirtschaft mit dem umstrittenen Fracking Schlagzeilen. Kaum jemand glaubt ernsthaft daran, dass gerade die USA zum Vorreiter in Punkto Energiewende werden könnten. Doch das soll sich bald ändern, so will es zumindest US-Präsident Barack Obama.

© il-fede - Fotolia.com

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Obama will die Solarenergie fördern

„Es gibt kostengünstige Möglichkeiten, den Klimawandel zu bekämpfen und gleichzeitig Arbeitsplätze zu schaffen“ so Barack Obama kürzlich. Er spielt damit vor allem auf das neueste Projekt der amerikanischen Regierung an. So ist geplant, dass in den kommenden Jahren Regierungsgebäude zu Energiesparhäusern umgebaut werden. Insbesondere Solarenergie soll eine wesentliche Rolle spielen. Demonstrationsobjekt ist das Weiße Haus selbst, welches seit Kurzem mit Solarkollektoren auf dem Dach ausgestattet ist. Die neuen Ambitionen lässt sich der US-Präsident einiges kosten. So sollen rund zwei Milliarden US-Dollar, also 1,5 Milliarden Euro, in das Programm investiert werden. Das Projekt sieht vor, das rund 300 Unternehmen zusätzlich den Verwaltungen Solarstrom produzieren. Damit will man 130.000 Haushalte versorgen und bis 2020 rund 50.000 neue Arbeitsplätze in der Solarbranche schaffen. Zudem lässt sich dadurch die Treibhausgasbilanz der USA, die im Vergleich zu einigen europäischen Staaten sehr dürftig ist, enorm verbessern. Ob Obama die Initiative auch über seine Amtszeit hinaus Aufrecht erhalten kann, bleibt abzuwarten. Trivialerweise hatte bereits Jimmy Carter Solarzellen auf dem Dach des Weißen Hauses installieren lassen. Diese wurden allerdings von Ronald Reagan wieder demontiert.


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