Neue Technologie könnte CO2-Ausstoß von fossilen Kraftwerken drastisch reduzieren

admin 1. Dezember 2012 0


Durch den Einsatz eines neuen Verfahrens könnte die Zukunft von fossilen Kraftwerken etwas besser aussehen. Forscher an der TU Darmstadt haben in den letzten vier Jahren das sogenannte Carbonate-Looping-Verfahren erfolgreich getestet. Durch dessen Einsatz könnte man die CO2-Emission eines Kraftwerkes um bis zu 90 Prozent senken und das mit einer sehr kosteneffizienten Methode. Mit dem sogenannten CCU-Verfahren (Carbon Capture and Utilisation) soll das Kohlendioxid aus den Kraftwerksabgasen abgeschieden und für die Wiederverwendung bereitgestellt werden.

Bei dem Carbonate-Looping-Verfahren wird dies in zwei verschiedenen Schritten erreicht. Im ersten Schritt wird das Kohlendioxid mit Hilfe von Kalksteinen von den Abgasen getrennt. Im zweiten Schritt wird das eingefangene Gas in einem separaten Reaktor wieder freigesetzt. Das nun reine Kohlendioxid kann für eine Weiterverwendung genutzt werden.

Bei den Tests konnte eine Abscheidung von über 90 Prozent des Kohlendioxids erreicht werden. Zudem konnten die Kosten und die benötigte Energie für das Abscheiden um die Hälfte reduziert werden. Ein großer Vorteil ist die Möglichkeit bereits bestehende Kraftwerke mit der Technik nachzurüsten.

Um jedoch weitere Daten zu sammeln, wird das Verfahren zurzeit um einen 20-fachen Maßstab hochskaliert. Das Projekt wird vom Bundeswirtschaftsministerium und verschiedenen Industriepartnern unterstützt. Geplant ist der Bau einer 20-fach größeren Anlage in einem bereits bestehenden Kraftwerk. An welchem Standort diese installiert wird steht zurzeit noch nicht fest.